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Deutlich weniger Kirchenaustritte in der Steiermark

Ende 2025 waren in der Steiermark 714.637 Menschen katholisch. Das sind um 1,7 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der Austritte ist aber rückläufig.

In der Steiermark gab es 2025 deutlich weniger Austritte als im Jahr zuvor
© KLZ/HOFFMANN SABINE
In der Steiermark gab es 2025 deutlich weniger Austritte als im Jahr zuvor

77 Prozent der steirischen Bevölkerung sind katholisch getauft. So viel zur Theorie, denn tatsächlich katholisch sind deutlich weniger Steirerinnen und Steirer. Das zeigt die aktuelle Kirchenstatistik aus dem Jahr 2025. Demnach waren mit Stand 31. Dezember 2025 in der Steiermark 714.637 Menschen katholisch. Das entspricht etwa 56 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Damit steht fest: Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken sinkt weiter, wenn auch langsamer als zuletzt. Konkret sank die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Jahr 2025 in der Steiermark um 12.195, das entspricht einem Rückgang um 1,68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zahl der Katholikinnen und Katholiken sinkt weiter

Allerdings muss man hierbei beachten, dass es sich nicht um die reine Zahl der Austritte handelt. Hier fallen Zu- und Wegzüge genauso hinein wie Ein- und Austritte sowie Sterbefälle. Konkrete Austritte gab es im Vorjahr 11.101, im vorangegangenen Jahr waren es im Vergleich dazu noch 12.143. Österreichweit sank die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Jahr 2025 um rund 1,5 Prozent von 4,56 auf 4,49 Millionen.

Die Faktoren für die sinkende Zahl an Katholikinnen und Katholiken sind vielfältig und lassen sich nicht alleine auf Austritte herunterbrechen. Ein maßgeblicher Aspekt ist auch die wachsende Diskrepanz zwischen Sterbefällen und Taufen. Im Jahr 2025 wurden in der Steiermark 5.786 Taufen durchgeführt, dem gegenüber stehen 8460 Begräbnisse. Neben den Taufen sind in der Steiermark im Vorjahr aber auch 1263 Menschen zur katholischen Kirche zurückgekehrt. Das sind um zehn Prozent mehr als im Jahr 2024. Damit liegt die Steiermark auch diesmal österreichweit deutlich an der Spitze.

Genauso wie die Zahl der Taufen sind auch jene der Firmungen und Trauungen aufgrund demografischer Entwicklungen leicht rückläufig. 2025 wurden 7310 Jugendliche in der Steiermark gefirmt und 1198 kirchliche Ehen geschlossen.

Positive Bilanz bei Finanzen

Ein positiveres Bild zeigt hingegen der Blick auf die Finanzen. Hier konnte im Vorjahr ein Ergebnis von 3,6 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Diese werden in „kirchliche Zwecke“ investiert. Insgesamt nahm die katholische Kirche in der Steiermark im Vorjahr 128 Millionen Euro ein, etwa zwei Drittel davon mithilfe von Kirchenbeiträgen. Die weiteren Erträge stammen aus Vermietungen und Verpachtungen sowie aus der Bewirtschaftung kirchlicher Grundstücke und diversen Zuschüssen. Der größte Teil der Ausgaben kommt mit 56 Prozent den Pfarren und der Seelsorge zugute.