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Parlamentswahl in Marokko

In Marokko hat die Parlamentswahl begonnen. Mehr als 15,8 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Besetzung der 395 Sitze der Abgeordnetenkammer zu entscheiden. Rund 7.300 Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich um die Mandate, darunter 2.658 Frauen. Es treten 27 Parteien an. Das marokkanische Parlament kann etwa Gesetze verabschieden, faktisch liegt die meiste Macht jedoch bei König Mohammed VI. und seinem Umfeld.

A woman casts her ballot as she votes during Morocco's legislative elections at a polling station inside a school at the Udayas neighborhood in Rabat on September 23, 2026. Moroccans headed to the polls on September 23 to elect a new parliament, with voters focused on the cost of living, employment and inequality while parties stand challenged by distrust. Polling stations opened at 08:00 am (0800 GMT) and were set to close at 07:00 pm, with preliminary results to be announced later at night. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT / AFP)
© APA/AFP/Abdel Majid BZIOUAT
A woman casts her ballot as she votes during Morocco's legislative elections at a polling station inside a school at the Udayas neighborhood in Rabat on September 23, 2026. Moroccans headed to the polls on September 23 to elect a new parliament, with voters focused on the cost of living, employment and inequality while parties stand challenged by distrust. Polling stations opened at 08:00 am (0800 GMT) and were set to close at 07:00 pm, with preliminary results to be announced later at night. (Photo by Abdel Majid BZIOUAT / AFP)

Der Wahlkampf verlief nach Angaben aus Marokko weniger sichtbar als bei früheren Wahlen. Das Interesse der Bürger an den Kandidaten gilt in mehreren Regionen als gering. Eine Stunde nach Wahlbeginn herrschte in den Wahllokalen in der Hauptstadt Rabat nach Beobachtung eines dpa-Reporters noch wenig Andrang. Beobachter rechnen mit einer niedrigen Wahlbeteiligung. Vorläufige Ergebnisse werden am Donnerstag erwartet.

Die Abstimmung gilt als Test für die Regierungsparteien. Die drei Parteien der bisherigen Regierungsmehrheit treten gegeneinander an. Im Mittelpunkt der Wahl stehen vor allem Arbeitsplätze, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Themen Bildung und Gesundheit. Besonders die hohe Jugendarbeitslosigkeit sorgt für Unzufriedenheit in dem nordafrikanischen Land.

Die Wahl findet auch vor dem Hintergrund der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 statt. In Politik und Medien wird die neue Regierung daher auch als "WM-Regierung" bezeichnet. Sie soll Projekte rund um Infrastruktur, Verkehr und Flughäfen über Stadien bis hin zu Tourismus, Investitionen und regionaler Entwicklung für die Weltmeisterschaft begleiten. Marokko wird die Spiele gemeinsam mit Spanien und Portugal ausrichten.