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Laura Freudenthaler wird mit dem Lavant-Preis ausgezeichnet

Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der Autorin und Übersetzerin am 4. Oktober im Rahmen einer Matinee verliehen.

Laura Freudenthaler kann sich über den Anton-Wildgans-Preis freuen | Laura Freudenthaler kann sich über den Lavant-Preis freuen
© APA/ROBERT JAEGER
Laura Freudenthaler kann sich über den Anton-Wildgans-Preis freuen|Laura Freudenthaler kann sich über den Lavant-Preis freuen

Der Christine Lavant Preis 2026 geht an die in Salzburg geborene und in Wien lebende Autorin und Übersetzerin Laura Freudenthaler. Sie „steht in der sprachskeptischen, phantastischen und feministischen Tradition der österreichischen Erzählliteratur und fügt ihr eine originelle Stimme und unverwechselbare Perspektive hinzu“, heißt es in der Begründung der Jury: „Freudenthalers Bücher zeichnen sich durch einen genauen Blick auf die Welt aus, sie schreibt mit einem kritischen Bewusstsein für das, was schiefläuft in der Gesellschaft, im Verhältnis der Geschlechter, im Umgang mit der Natur.“

Bestenliste

Im Zentrum ihres Debütromans „Die Königin schweigt“ (2017) stehen ein Frauenschicksal, dessen tragische Wendungen erzählt werden, und die Frage nach der Möglichkeit, sich aus einem Leben heraus zu erzählen. Zuletzt erschienen im Jung und Jung Verlag Salzburg „Arson“ (2023) und der Roman „Iris“ (2026), der im März 2026 zum dritten Mal auf Platz eins der ORF-Bestenliste war und der nun auf der Longlist zum österreichischen Buchpreis 2026 steht.

Laura Freudenthaler: Iris. Jung und Jung, 25 Euro
Laura Freudenthaler: Iris. Jung und Jung, 25 Euro

Der Christine Lavant Preis wird auch dieses Jahr wieder im Rahmen einer festlichen  Matinee am Sonntag, 4. Oktober um 11 Uhr verliehen. Im Burgtheater Kasino am Schwarzenbergplatz wird die österreichisch-schweizerische BURG-Schauspielerin Franziska Hackl aus Briefen und aus dem Werk von Christine Lavant lesen, musikalisch umrahmt vom Noreia String Quartet. ORF Kulturchef Martin Traxl moderiert.

Der Lavant-Preis

Der Christine Lavant Preis wurde von der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft 2016 ins Leben gerufen, um an die Dichterin und ihr großartiges Werk zu erinnern. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis für Lyrik und Prosa würdigt Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in ihrem literarischen Schaffen – so wie auch Christine Lavant – einen hohen ästhetischen Anspruch mit humaner Haltung und gesellschaftskritischem Blick vereinen. Die bisherigen Preisträger sind Kathrin Schmidt, Bodo Hell, Klaus Merz, Angela Krauß, Judith Schalansky, Maja Haderlap, Alois Hotschnig, Yevgeniy Breyger, Ann Cotten und zuletzt Ulrike Draesner