Herbstbeginn: Die gemütliche Jahreszeit ist endlich da
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Natur verwandelt sich in ein buntes Farbenmeer. Mit dem Herbst beginnt eine Zeit des Wandels – mit kühlen Morgen, goldenem Licht, reicher Ernte und der Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken langsam und die ersten Blätter leuchten in Gelb, Orange und Rot: Der Herbst ist da. Astronomisch beginnt der Herbst 2026 auf der Nordhalbkugel am 23. September um 2.05 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt überquert die Sonne den Himmelsäquator von Norden nach Süden. Dieses Ereignis wird als Herbst-Tagundnachtgleiche bezeichnet.
Meteorologisch hat der Herbst bereits am 1. September begonnen. Meteorologen teilen die Jahreszeiten aus praktischen Gründen jeweils in drei vollständige Monate ein: September, Oktober und November.
Warum werden die Tage kürzer?
Mit dem Herbstbeginn nimmt die tägliche Sonnenscheindauer weiter ab. Ursache dafür ist die Neigung der Erdachse. Während die Nordhalbkugel im Sommer stärker zur Sonne geneigt ist, wendet sie sich im Herbst zunehmend von ihr ab.
In Österreich sind die Tage Ende September bereits deutlich kürzer als noch im Juni. Bis zur Wintersonnenwende im Dezember nimmt die Dauer des Tageslichts weiter ab. Morgens wird es später hell, abends früher dunkel.
Die sogenannte Tagundnachtgleiche bedeutet übrigens nicht, dass Tag und Nacht überall exakt zwölf Stunden dauern. Unter anderem beeinflussen die Lichtbrechung in der Atmosphäre und die Größe der Sonnenscheibe die tatsächlichen Zeiten von Sonnenauf- und Sonnenuntergang.
Darum werden die Blätter bunt
Eine der auffälligsten Veränderungen im Herbst findet an den Bäumen statt. Wenn die Tage kürzer werden, produzieren Laubbäume weniger Chlorophyll. Dieser grüne Farbstoff ist für die Fotosynthese verantwortlich.
Wird das Chlorophyll abgebaut, treten andere Farbstoffe stärker hervor. Gelbe und orange Farbtöne werden sichtbar, bei manchen Baumarten entstehen zusätzlich rote Farbtöne. Schließlich trennt der Baum die Blätter von der Versorgung und wirft sie ab.
Der Laubfall ist eine wichtige Anpassung an die kalte Jahreszeit. Ohne Blätter verliert der Baum weniger Wasser und kann seine Energie während der Wintermonate sparen.
Die Natur bereitet sich auf den Winter vor
Nicht nur die Pflanzen verändern sich. Auch die Tierwelt stellt sich auf die kommenden Monate ein. Eichhörnchen legen Vorräte an, Zugvögel beginnen ihre Reise in wärmere Regionen und zahlreiche Tiere suchen nach geschützten Plätzen für die kalte Jahreszeit.
Gleichzeitig ist der Herbst eine wichtige Erntezeit. Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kürbisse und viele andere Früchte und Gemüsesorten werden jetzt geerntet. Auch Pilze können bei feuchter Witterung und milden Temperaturen besonders häufig zu finden sein.
Die gemütliche Jahreszeit beginnt
Mit den kürzeren Tagen verändert sich auch unser Alltag. Die ersten Jacken werden aus dem Schrank geholt, Spaziergänge finden wieder bei kühlerer Luft statt und zu Hause beginnt für viele die gemütliche Zeit des Jahres. Warme Suppen, Tee, Kerzen und ein Abend auf dem Sofa gehören für viele Menschen zum Herbst dazu. Gleichzeitig lädt die Jahreszeit dazu ein, die Natur zu genießen. Wälder und Parks verwandeln sich in ein buntes Farbenmeer, während die tief stehende Sonne für besonderes Licht sorgt.