Der ORF in einer Art Schwebephase
Zur ORF-Programmpräsentation 2026/27: Das alte Team hat die „Spielzeit“ vorbereitet, umsetzen müssen es die neuen Direktoren unter Pig.
Wenn der ORF Donnerstag Abend auf den Küniglberg die Werbewirtschaft zur großen Branchen-Sause lädt, wo mit Trailern zu neuen Serien oder Fortsetzungen bewährter Formate etc. und mehrerlei Ansprachen das Programm 2026/27 vorstellt (woraus dann die Werbebuchungen resultieren), ist der Blick in die Zukunft freilich von einem Übergangsstadium geprägt. Denn die neuen Direktoren, die ab 1. 1. 2027 am Ruder sind, müssen ja erst einmal im ORF „abspielen“, was noch unter ihren Vorgängern in Auftrag gegeben wurde – wie etwa die neue Serie „Pflegeleicht“ oder Michael Ostrowski als Spürnase „Fellinger“.
Im Showbereich werden derzeit etwa die Promi-Besetzungen der „Dancing Stars“ vorbereitet und Verträge abgeschlossen, umsetzen muss sie aber das neue Team. Kann man da noch einen Tänzer austauschen? Daher ist auch das genaue Aus der „Millionenshow“ offen: Angepeilt ist es für Frühsommer 2027, der neue Programmdirektor könnte aber weitere Ausgaben in Auftrag geben, womit es das Quiz noch bis Jahresende gibt – denn zuerst muss ja eine Alternative, eine neue Idee gefunden werden. „Ich gehe davon aus, dass es eine Schemaänderung durch die neue Geschäftsführung geben wird, wollte aber vertraglich mit dem Lizenzgeber die Möglichkeit offen lassen, dass es für die Sendung weitergeht“, erklärt Noch-Programmdirektorin Stefanie Groiss-Horowitz.
Schwebezustand als Herausforderung. Es bleibt also spannend, wie schnell ab 1. Jänner 2027 mit dem Antritt von Clemens Pig und seinem Direktoren-Quartett eine neue Handschrift bemerkbar ist.