Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Demenz: Die Völkermarkter Polizei setzt ein Zeichen

Alle Dienststellen des Bezirkspolizeikommandos Völkermarkt wurden als demenzfreundlich klassifiziert.

Dreizehn Polizisten stehen in Reih und Glied vor einer Polizeistation
© KK/Polizei
Völkermarkter Polizisten mit der Auszeichnung

Das Bezirkspolizeikommando Völkermarkt setzt ein starkes Zeichen: Sämtliche Dienststellen des Bezirks wurden offiziell als demenzfreundlich klassifiziert.

„Menschen mit Demenz sind besonders verletzlich. Gerade in herausfordernden Situationen brauchen sie Sicherheit, Orientierung und ein Gegenüber, das ruhig, respektvoll und empathisch handelt“, heißt es seitens des Leiters des Kriminaldienstreferates Rudolf Stiff. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nun noch besser darauf vorbereitet, in solchen Momenten richtig zu reagieren.“

Völkermarkts Kriminalreferent Rudolf Stiff
© Simone Dragy
Völkermarkts Kriminalreferent Rudolf Stiff

In einem umfassenden Schulungsprogramm wurden alle Bediensteten intensiv im Umgang mit demenzerkrankten Personen geschult. Neben fachlichem Wissen über Krankheitsbilder und Verhaltensweisen stand vor allem eines im Mittelpunkt: Verständnis, Geduld und Würde im täglichen Kontakt.

Polizeiliche Einsätze bedeuten für Betroffene oft Stress – für Menschen mit Demenz kann dieser Stress zu Angst, Desorientierung oder Rückzug führen. Durch die gezielte Schulung erkennen die Beamtinnen und Beamten frühzeitig Anzeichen einer Demenzerkrankung und können ihr Vorgehen entsprechend anpassen. Klare Kommunikation, ruhige Ansprache und das Einbeziehen von Angehörigen seien dabei zentrale Elemente.

Mit der Klassifizierung als demenzfreundliche Dienststellen unterstreiche das Bezirkspolizeikommando Völkermarkt somit seinen Anspruch, nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Menschlichkeit zu stehen.