Mittelstand stellt dem Standort ein schlechtes Zeugnis aus
Kleine und mittelgroße Unternehmen in Kärnten sorgen sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit und sehen eine Verschlechterung der Standortbedingungen.
Mit 604.000 Unternehmen, 2,46 Millionen Beschäftigten und 56 Prozent der heimischen Wertschöpfung bilden Klein- und Mittelunternehmen das Fundament der österreichischen Wirtschaft. Ihre Befindlichkeit und ihre Prognosen sind daher nicht gerade irrelevant. Wie ihnen zumute ist, zeigt eine aktuelle Imas-Studie im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen. Und zwar: Einerseits sind die Betriebe optimistisch – zwei Drittel blicken mit positiver Stimmung auf die kommenden Jahre, die meisten von ihnen planen sogar Investitionen. Allerdings fällt ihre Bewertung des Standorts Kärnten kritisch aus. Mehr als die Hälfte hält die Standortbedingungen für schlechter als die anderer EU-Länder.
Siegfried Huber: „Weniger Bürokratie, damit Unternehmen wachsen können“
Insgesamt beurteilt fast die Hälfte der Betriebe ihr Marktumfeld heute als schwieriger als noch vor zwei bis drei Jahren. Besonders belastend sind aus Sicht der Unternehmen regulatorische Anforderungen und Bürokratie, steigende Energiepreise, höhere Personalkosten und auch allgemein wirtschaftliche und politische Unsicherheiten. Der Arbeitskräftemangel bleibt für viele Betriebe weiter ein Thema. Siegfried Huber, Vorstandssprecher der Kärntner Sparkasse: „Die vergangenen Jahre haben die Unternehmen enorm gefordert. Umso bemerkenswerter ist es, dass zwei Drittel der kleinen und mittelgroßen Betriebe optimistisch bleiben und auf ihre Innovationskraft vertrauen.“ Planungssicherheit, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen und weniger Bürokratie seien allerdings Voraussetzungen, damit Unternehmen investieren und wachsen können.