Mehr als 2 Euro: Dieselpreis in Slowenien steigt auf Rekordhoch
Die regulierten Preise für Benzin, Diesel und Heizöl sind im Nachbarland Slowenien erneut gestiegen – bereits zum 20. Mal seit dem Beginn des Irankriegs.
Tanken wird auch in Slowenien zunehmend teurer. Die Kraftstoffpreise sind zum bereits 20. Mal seit dem US-Angriff auf den Iran gestiegen, berichten slowenische Medien. Anfang der Woche gab das slowenische Ministerium für Infrastruktur und Energie die neuen Preise für Erdölprodukte auf Straßen außerhalb des Autobahn- und Schnellstraßennetzes bekannt. Der regulierte Preis für einen Liter Diesel liegt nun an slowenischen Tankstellen erstmals über 2 Euro je Liter – ein Rekordhoch.
Ein Liter Benzin mit 95 Oktan kostet nun 1,748 Euro, das sind zwei Cent mehr (zuvor waren es 1,728 Euro). Die Dieselpreise sind auf 2,012 Euro je Liter geklettert, ein Anstieg um 2,1 Cent gegenüber 1,991 Euro. Ein Liter Heizöl kostet jetzt 1,635 Euro, das sind 3,3 Cent mehr (vorher 1,602 Euro).
Niedrige Verbrauchssteuern
Die Verbrauchsteuern auf Dieselkraftstoff wurden von der Regierung in Laibach/Ljubljana nicht geändert; sie befinden sich laut Medienangaben bereits auf dem niedrigsten zulässigen Niveau. Die von der slowenischen Regierung beschlossene Erhöhung der Treibstoffpreise ist am Dienstag in Kraft getreten. Tankstellen entlang der Autobahnen und Schnellstraßen in Slowenien können ihre Preise frei festlegen.
In Österreich ist Tanken deutlich teurer
Trotz der Preissteigerung in Slowenien ist das Tanken in Österreich laut Spritpreisrechner der E-Control deutlich teurer. Ein Liter Diesel kostete am 21. 9. 2,249 Euro (Medianwert), ein Liter Super 1,941 Euro.
Die Spritpreise werden anhand einer Methodik berechnet, die auf der Entwicklung der Erdölproduktpreise auf dem Weltmarkt und dem Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro basiert. Ermittelt werden die Modellpreise auf Grundlage von Sieben-Tage-Durchschnittspreisen. Ohne Preisregulierung und Steuerbefreiungen würde ein Liter 95-Oktan-Benzin laut Berechnungen des Ministeriums für Infrastruktur und Energie übrigens rund 1,948 Euro kosten, ein Liter Diesel etwa 2,309 Euro.