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Schnapsothek in Trofaiach: Kurt und Sabine Reichl brennen für ihr Hobby

Die Schnapsothek in Trofaiach ist eine beliebte lokale Adresse für Schnaps- und Likörliebhaber. Sogar die Schnapsbrenner-Olympiade zeichnete die Hobbybrenner aus.

Kurt und Sabine Reichl in ihrem Keller volle Trophäen
© KLZ / Fabian Rostek
Kurt und Sabine Reichl in ihrem Keller volle Trophäen
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Redakteur Regionalredaktion Leoben

„Der erste Jahrgang war 2003. Und der war gut“, sagt Kurt Reichl und lacht, während er an dem Holztisch im Keller sitzt. Der urig eingerichtete Raum mit einer gemütlichen Holzbank und einem großen Tisch im Eck ist gleich neben dem Epizentrum der „Schnapsothek“ in Trofaiach. Hier werden die meisten Verkostungen gemacht. Im Raum nebenan ist ein gemütlich eingerichteter Weinkeller mit zahlreichen Flaschen und Fässern Edelbrand bestückt. „Edelbrand muss 100% Fruchtdestillat sein. Das heißt, du darfst es nicht verwässern oder Fremdzucker dazu geben, sonst ist es Schnaps“, erklärt Kurt Reichl. Er und seine Frau Sabine produzieren in Trofaiach Edelbrände und Liköre selbst, alles handgemacht.

Schon 2000 kauften sie ihr Haus in Trofaiach, inklusive der drei Obstbäume, die auf dem Grund standen. Dann mussten sie plötzlich die Früchte verwerten: „Es waren auf dem einen Zwetschkenbaum so viele Zwetschken oben, dass die Äste fast zum Boden gehangen sind“, berichtet Kurt Reichl. Da habe er sich an seinen Vater erinnert, der schon auf seinem Bauernhof immer Likör und Schnaps gemacht hatte, und machte es ihm zusammen mit seiner Frau nach.

Anfang im Advent

Nachdem der erste Jahrgang 2003 gut war, haben sie weitergemacht. Als dann 2011 das Angebot kam, auf dem Adventmarkt in Schardorf zu verkaufen, vergrößerten sie ihr Angebot. „Der Adventmarkt war für uns der Anfang“, ist sich Sabine Reichl sicher. Am 1. Jänner 2012 gründeten sie dann die „Schnapsothek“. Heute stehen 45 Obstbäume auf dem Grundstück. Aus dem Ertrag machen sie Liköre, Edelbrand und verwandte Getränke. Unlängst kamen auch Rumsorten in das Repertoire des Paars, die besonders Anklang finden. „Rum verkaufen wir wie Semmeln“, freut sich Kurt Reichl.

Trofaiacher Edelbrenner Stefan Brandtner, Sabine und Kurt Reichl und Bürgermeister Mario Abl nach der Schnapsbrenner-Olympiade 2026
© KK
Trofaiacher Edelbrenner Stefan Brandtner, Sabine und Kurt Reichl und Bürgermeister Mario Abl nach der Schnapsbrenner-Olympiade 2026

Qualität vor Quantität

Bereits kurz nach der Unternehmensgründung nahmen Kurt und Sabine Reichl bei der Schnapsbrenner-Olympiade der Eisenstraße teil. „2012 haben wir es einmal probiert und haben gleich zu Beginn zwei Auszeichnungen gemacht“, berichtet Kurt Reichl stolz. Seitdem gewannen die beiden jedes Mal Gold- und Silberauszeichnungen für ihre Sorten. Das Geheimnis liegt in den Details der Herstellung, sagt Kurt Reichl: „Ich glaube, dass genau die Entscheidung, auf Qualität statt auf Quantität zu achten, den Unterschied macht. Wir haben mal überlegt, größer zu werden und einer von uns würde aufhören zu arbeiten und sich nur mehr auf das Brennen konzentrieren, aber dann müssten wir viel größere Mengen produzieren.“