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Urlaubsreisen: Es wird weniger und kürzer verreist

Statistik Austria: Anzahl der Aufenthalte ist im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf 11,6 Millionen zurückgegangen. Im Schnitt dauerte eine Reise 4,5 Tage – und damit kürzer als im Jahr davor.

Auslandsurlaube sind laut Statistik Austria gleich stark zurückgegangen wie Reisen innerhalb Österreichs
© IMAGO/Arnulf Hettrich
Auslandsurlaube sind laut Statistik Austria gleich stark zurückgegangen wie Reisen innerhalb Österreichs

Beim Urlauben ist heuer im ersten Halbjahr gespart worden, wie vorläufige Daten der Statistik Austria zeigen. Die privaten Reisen gingen demnach gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,7 Prozent auf 11,6 Millionen zurück. Mit eingerechnet sind Verwandten- und Bekanntenbesuche. Die Aufenthaltsdauer verringerte sich von durchschnittlich 4,7 auf 4,5 Tage. Für die Erhebung wurden 3500 in Österreich wohnhafte Personen befragt.

„Nach dem Höchstwert im ersten Halbjahr 2024 verringerte sich die Zahl der Urlaubsreisen damit zum zweiten Mal in Folge“, berichtete Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk am Dienstag. Dabei seien Auslandsurlaube gleich stark zurückgegangen wie Reisen innerhalb Österreichs.

„Die Bevölkerung verreist aber nicht nur weniger, sondern auch kürzer“, erklärte die Statistik-Chefin. In den beiden Jahren davor habe eine Urlaubsreise im Durchschnitt noch 4,7 Tage gedauert. Heuer waren es 4,5 Tage.

Geschäftsreisen deutlich belebt

Einen starken Aufschwung erlebten hingegen Geschäftsreisen. Diese legten heuer im Zeitraum Jänner bis Juni um 4,5 Prozent auf 1,8 Millionen zu. Besonders massiv erhöhten sich hier die Reisen ins Ausland mit einem Anstieg von 13,8 Prozent auf 0,95 Millionen.

Beim Urlauben im Ausland war Italien unangefochten das beliebteste Ziel. Dahinter folgten Deutschland, Kroatien, Spanien und Ungarn. Der Anteil der Fernreisen, also Reisen außerhalb Europas und der Türkei, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9 auf 9,2 Prozent. Vor zwei Jahren war der Anteil bei 8,2 Prozent gelegen.

Die am häufigsten angesteuerten Reiseziele im Inland waren die Steiermark mit einem Anteil von 21,5 Prozent, Salzburg (13,3 Prozent) und Oberösterreich (12,9 Prozent). Im ersten Halbjahr wurde den Statistikern zufolge jeweils rund die Hälfte der Urlaubsaufenthalte im Inland (49,7 Prozent) und im Ausland (50,3 Prozent) verbracht. Hier gab es keine Veränderung gegenüber den Vorjahren.

Meist mit dem Auto

Bei 58,3 Prozent aller Urlaubsreisen erfolgten die An- und die Abreise heuer im ersten Halbjahr mit dem Auto – vor einem Jahr waren es 59,7 Prozent und vor zwei Jahren 60,9 Prozent. Besonders hoch war die Pkw-Nutzung bei Inlandsreisen - hier lag der Anteil 75,1 Prozent. Im Ausland waren es 41,7 Prozent - der Rest verteilt sich in diesem Bereich hauptsächlich auf Flüge (38,3 Prozent aller Auslandsreisen) und die Bahn (11,3 Prozent). Bei Inlandsurlauben wurde wesentlich öfter - bei jeder fünften Reise (20,5 Prozent) – mit dem Zug gefahren.

Die vierteljährlich durchgeführte Stichprobenerhebung der Statistik Austria bildet das Reiseverhalten der in Österreich wohnhaften Bevölkerung ab 15 Jahren ab. Die Daten betreffen Urlaubs- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung sowie Tagesreisen. Die Befragung erfolgt via Web-Fragebogen und telefonisch. Die Teilnahme ist freiwillig.