Mit Leichtbau schwer im Geschäft: „Wir brauchen dringend Mitarbeiter“
Das Kindberger Unternehmen Hilitech kann sich über eine reichliche Menge an Aufträgen freuen. Deshalb sucht man auch nach neuen Mitarbeitern.
Bei der Firma Hilitech in Kindberg freut man sich über volle Auftragsbücher, das Geschäft mit der Luftfahrt boomt weiterhin. „Allein bei den bestehenden Projekten haben wir mehr Auftragsvolumen abzuarbeiten, als ursprünglich geplant war“, erklärt Manfred Nagl, CEO von Hilitech.
In seinem Unternehmen werden ultraleichte Kabinensysteme und Composite-Bauteile für die internationale Luftfahrtindustrie entwickelt und angefertigt. Das Joint Venture, ein Gemeinschaftsunternehmen, zwischen der F/List GmbH im niederösterreichischen Thomasberg und der Hintsteiner Group (St. Barbara), blickt nicht nur auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, sondern auch sehr positiv in die Zukunft. Dank der hohen Auslastung und langfristiger Kundenverträge befindet sich das Unternehmen nämlich erstmals auf Kurs, die Umsatzmarke von fünf Millionen Euro zu überschreiten.
Speziallösungen für Flugzeuge und Yachten
„Composite-Leichtbau hat sich zur Schlüsseltechnologie für viele Zukunftsbranchen entwickelt und reicht von der Luftfahrt zum Yachtbau und geht sogar in den privaten Wohnbau hinein – dabei werden sogenannte Premium-Anwendungen immer mehr zum Thema“, führt Nagl weiter aus

Die dekorativen Anwendungen mit Sicht-Carbon bei Hilitech zeigen, dass der leichte Werksstoff durchaus formschön sein kann. „Dadurch schaffen wir Speziallösungen auch für den Yachtbau, die sich mittlerweile immer öfter von Einzelanfertigungen zu Kleinserien entwickeln. Uns kommt dabei die Luftfahrtzertifizierung zugute, weil die strengen Produktionskriterien auch in anderen Sparten nur von Vorteil sein können.“
Suche nach neuen Kräften
Bei aller Freude über das Auftragsvolumen und die positive Entwicklung tritt aber auch ein „positiv besetztes“ Problem auf, wie Nagl erklärt: „Wir brauchen dringend Mitarbeiter.“ Aktuell sind bei Hilitech in Kindberg 41 Mitarbeiter und fünf Lehrlinge beschäftigt. „Wir haben eine hohe Auslastung und sind natürlich bestrebt, unsere Aufträge zeitgerecht umzusetzen. Dazu haben wir unseren Onboarding-Prozess optimiert, um neue Mitarbeiter schneller in den Produktionsprozess einzubinden“, so Nagl.
Mit einer Bringprämie bindet das Unternehmen seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei aktiv in die Suche nach qualifizierten Fachkräften ein. Weiters wurde ein „Buddy-System“ etabliert, bei dem erfahrene Mitarbeiter den neuen Teammitgliedern den Einstieg erleichtern. Auf diese Weise sollen zusätzliche Kompetenzen aufgebaut und die Voraussetzungen für weiteres nachhaltiges Wachstum geschaffen werden.

Im internationalen Wettbewerb sieht Nagl mitteleuropäische Produktionsbetriebe mittlerweile generell im Nachteil. Überall dort, wo es in die Serienproduktion geht, gerät man in Mitteleuropa beim Herstellungspreis ins Hintertreffen. „Wir punkten jedoch bei der Optionsvielfalt, dort wo wenige Bauteile im Stück gefertigt werden, diese Nischen können wir gut besetzen. Bei Hilitech kommt uns weiters der Firmenverbund mit Hintsteiner und F/List zugute. Wir profitieren ungemein vom Know-how der unterschiedlichen Firmensparten.“