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Mehr als Erdäpfel: Fest bewahrt Südkärntner Kulturerbe

Am 4. Oktober: Das „Alpe-Adria Repica Fest“ in St. Michael ob Bleiburg feiert die Zweisprachigkeit, Regionalität und kulinarische Vielfalt der Region.

Zu sehen sind sechs Menschen, die sich um einen gedeckten Tisch versammeln. Darauf steht eine Erntekrone
© Silvo Kumer
Am 4. Oktober wird wieder zum „Alpe-Adria Repica Fest“ geladen
Sandra Zarfl
Redakteurin Regionalredaktion Wolfsberg & Völkermarkt

Das „Alpe-Adria Repica Fest“ in St. Michael ob Bleiburg/ Šmihel pri Pliberku ist weit mehr als ein kulinarisches Ereignis. „Es ist ein kraftvolles Statement für die Regionalität, ein Fest der gelebten Zweisprachigkeit, ein Dank an die Ernte, ein Bekenntnis zu Brauchtum und Tradition – und ein strahlendes Beispiel dafür, wie engagierte Menschen eine ganze Region zum Leuchten bringen“, so Doris-Grit Schwarz, Obfrau des Vereins Lebensraums Petzenland-Peca.

Mehr und mehr Teilnehmer

Am 4. Oktober wird zum neunten Mal wieder zum Fest geladen. Nicht nur die Repica – also der Erdapfel – steht mit einer Vielfalt an Gerichten im Mittelpunkt, sondern auch das Miteinander. Auch den regionalen Direktvermarktern werde eine Plattform geboten. „Damit die Bevölkerung sieht, wer hinter jedem Produkt steht“, so Schwarz . Sie selbs arbeitete vor ihrer Pensionierung hauptberuflich in der Außenstelle Völkermarkt der Landwirtschaftskammer und war für EU-Förderungen, Bergbauernfragen und GIS-Bearbeitung zuständig.

Heuer präsentieren 45 Produzenten, Aussteller, Gastronomie, Vereine aus Kärnten, Slowenien und Friaul Lebensmittel, traditionelle Spezialitäten und kunsthandwerkliche Produkte. Bereits jetzt führe der Markt von der Kirche in St. Michael ob Bleiburg bis über den Hauptplatz. „Wir haben von Jahr zu Jahr mehr Teilnehmer. Größer wollen wir aber nicht mehr werden“, so Schwarz.
Im letzten Jahr wurde das Fest jedoch aufgrund des Wetters zwei Wochen nach hinten verschoben. „Dennoch konnten wir noch 2200 Besucher verzeichnen“, so die Obfrau des 2017 gegründeten Vereins.

Es ist auch ein Ort, an dem Deutsch und Slowenisch „nicht nebeneinander existieren, sondern gemeinsam klingen“. Dort werde „Zweisprachigkeit nicht diskutiert – sie wird gelebt, gesungen, gelacht, gekocht, gefeiert“, so die Obfrau weiter.

Hinter dem Fest stehen Menschen, die nicht nur organisieren, sondern brennen. Franz Kušej setzt sich seit Jahren dafür ein, dass slowenische Dialektwörter wie „Repica“ nicht verloren gehen – und damit ein Stück kulturelles Erbe lebendig bleibt.

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© Rosina Katz-Logar

Mehr zum Alpe-Adria Repica Fest

Wann: am 4. Oktober 2026

Programm:
10 Uhr: Festgottesdienst mit Erntedank am Dorfplatz (Provisor Slavko Thaler)       
11 Uhr: Platzkonzert- Godba Na Pihala Šmihel
11.30 Uhr: Offizielle Eröffnung mit Ehrengästen und Frühschoppen
12 Uhr: Kulinarische Kartoffel-Spezialitäten und Kartoffelgerichte
13 Uhr: Kulturprogramm, MGV Gurk, Mirneger Schuhplattler
15 Uhr: Verlosung von Sachpreisen
Weiteres mit Kinderprogramm und freies Musizieren mit Duo Alpe+ und Musikantenstammtisch Jauntal/Podjuna

Tombola mit einem Hauptpreis: ein 1000 Euro Gutschein in der Tourismusregion Südkärnten – Klopeiner See – Lavanttal.