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Diddl-Maus und Weihnachtstonie sind auch in Weiz und Gleisdorf heiß begehrt

Von Diddl-Maus bis Weihnachtstonie: Sie sind die Objekte der Begierde und lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen. Die strenge Limitierung sorgt bei manchen Produkten gar für Chaos am Markt. 

Bis Weihnachten dauert es zwar noch ein bisschen – die Weihnachtstonies sind jedoch schon heiß begehrt
© KLZ / Katharina Lagler
Bis Weihnachten dauert es zwar noch ein bisschen – die Weihnachtstonies sind jedoch schon heiß begehrt
Katharina Lagler

Es ist das Comeback des Jahres: Die Diddl-Maus ist zurück. Mit großen Ohren, Latzhose und einem fröhlichen Grinsen hielt sie in den Neunzigerjahren etwa auf Briefpapier oder als Plüschtier Einzug in die heimischen Kinderzimmer. Danach war es lange ruhig um die beliebte Maus. Andere Figuren waren ins Zentrum der kindlichen Sammelleidenschaft gerückt.

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Illustrator Thomas Goletz erschuf im Jahr 1990 die berühmte Cartoon-Maus Diddl. Dutzende weitere Charaktere und tausende Produkte folgten daraufhin aus seiner Feder. Gemeinsam mit seiner Frau leitete er von 1991 bis 2013 die Gestaltung und Entwicklung von Diddls riesiger Geschenkartikel- und Merchandising-Sammlung in Kooperation mit der Depesche GmbH und etablierte Diddl in fast 30 Ländern.

tonies® ist die weltweit führende interaktive Audio-Plattform für Kinder. Seit Gründung in Deutschland im Jahr 2014 wurden weltweit rund 12,2 Millionen Tonieboxen und mehr als 165 Millionen Tonies verkauft. Im Durchschnitt beschäftigen sich Kinder rund 280 Minuten pro Woche mit ihren Toniefiguren und Tonieplay-Spielen. Mittlerweile sind Tonieboxen in über 100 Ländern aktiviert. tonies beschäftigt mehr als 630 Mitarbeitende, erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzernumsatz von 630 Millionen Euro.

Bei Andrea Pein hat die Diddl-Maus bereits ordentlich für Wirbel gesorgt. Sie hat in ihrem Geschäft „Stickfantasien“ im Gleisdorfer Einkaufszentrum GEZ sowie online Artikel aus der neuesten Diddl-Kollektion, die im Sommer erschienen ist, angeboten. „Es war verrückt. In Deutschland war der Hype so groß, gleichzeitig war so wenig Angebot am Markt, dass uns alles aus den Händen gerissen wurde. An einem Tag ist unser Server deswegen zusammengebrochen.“

Bei Andrea Pein von „Stickfantasien“ ist die Nachfrage nach der Diddl-Maus besonders groß
© Privat
Bei Andrea Pein von „Stickfantasien“ ist die Nachfrage nach der Diddl-Maus besonders groß

Das Interessante daran: Es sind weniger die Kinder, sondern hauptsächlich die Mütter verrückt nach der kleinen Maus. Weitere Kollektionen hat Pein für ihr Geschäft nicht bestellt: „Ich glaube nicht, dass der Trend auf die Kinder überspringen wird“, so Pein.

Sammelwahnsinn bei Legami

Ganz anders bewertet sie die Lage rund um Legami, dessen großes Sortiment im Bereich Schreibwaren seit etwa drei Jahren bei Volksschulkindern hoch im Kurs steht. Im Kern des Angebots stehen ausradierbare Stifte, drumherum gibt es jede Menge Federmäppchen, Spielwaren, Hefte und ähnliches für Buben und Mädchen.

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Ausradierbare Stifte und Weihnachtstonies stehen ganz oben auf der Wunschliste der Kinder.
Ausradierbare Stifte und Weihnachtstonies stehen ganz oben auf der Wunschliste der Kinder. © KLZ / Katharina Lagler

Auch diese Waren werden heiß gehandelt, vor allem wenn limitierte Auflagen erscheinen, wie nun zu Halloween. Für Pein ist genau dies der Knackpunkt, an dem die Stimmung kippen könnte: „Wenn sich Kinder diese Artikel wünschen und Eltern sie aufgrund der starken Limitierung so schwer erhalten, könnte es manchen zu mühsam werden.“

Grundsätzlich unterstützen Eltern aber die Sammelleidenschaft ihrer Kinder gern. Das weiß Pein als Unternehmerin und zweifache Mama. Vor allem wenn es sich um vergleichsweise sinnvolle Produkte wie Stifte handelt.

Weihnachts-Tonies heiß begehrt

Einen Fixplatz in den Kinderzimmern hat sich in den vergangenen Jahren auch die Tonie-Box gesichert. Sie ist die moderne Variante des CD-Players und Kassettenrekorders. Die kleine, weich gepolsterte Box ist nicht nur robust, sie ist auch leicht zu bedienen: Um ein Hörspiel oder Musik zu starten, stellt man einfach die dazugehörigen Figuren – „Tonies“ genannt – auf die Box und schon gibt’s was auf die Ohren.

Und diese Tonies sind heiß begehrt, wie Gerhard Nitzlnader weiß. In seiner Spielzeugwelt Rieger-Puchebner in Weiz gibt es Tonies, seit es Tonies gibt. Mittlerweile sei man eigenen Angaben zufolge einer der größten, wenn nicht gar der größte, Tonie-Händler Österreichs.

Im Geschäft und über den Online-Shop verkauft man die Figuren in ganz Österreich und Deutschland. Zwar richten sich die Inhalte an Kinder, doch gibt es mittlerweile eine große Community unter den Fans, die sich im Internet und über Tauschbörsen vernetzen. Dass (erwachsene) Sammler bereits mehrere hundert Tonies haben, ist keine Seltenheit.

Gerhard Nitzlnader in der Spielzeugwelt Rieger-Puchebner in Weiz
© KLZ / Veronika Teubl-Lafer
Gerhard Nitzlnader in der Spielzeugwelt Rieger-Puchebner in Weiz

Besonders gefragte Stücke werden im Internet um hundert Euro gehandelt – und das bei einem Neupreis um die 17 Euro. Für Nitzlnader nicht verständlich: „Es bleibt trotzdem ein Spielzeug. Wir verkaufen nach wie vor zum regulären Preis, auch wenn diese Produkte gehypt werden.“

Das gilt auch für die Weihnachts-Tonies, die vor gut zwei Wochen auf den Markt gekommen sind. Es handelt sich um Geschichten und Musik, passend zur Advent- und Weihnachtszeit. Der Andrang ist riesig, im vergangenen Jahr gab es am gesamten Markt zu wenige, sodass viele Tonie-Fans leer ausgingen.

Bei Rieger-Puchebner konnte man sich heuer eine große Stückzahl sichern, die in den meisten Fällen bereits über den Ladentisch gegangen sind. Nitzlnader hofft auch auf Nachlieferungen: „Wir haben unser Bestes getan, um möglichst viele Kunden glücklich zu machen.“