Letzter Badetag – Fürstenfeld öffnete das Freibad für Hunde
Wo sonst Badegäste ihre Längen ziehen, durften beim ersten Hundeschwimmtag im Freibad Fürstenfeld die Vierbeiner ins Becken. Und zeigten auch an Land, was sie können.
Ein Labrador-Mischling schüttelt sich am Beckenrand, Wassertropfen fliegen durch die spätsommerliche Luft. Ein paar Meter weiter landet ein Spielzeug im Wasser, schon setzt der nächste Hund zum Sprung an. Wo bis vor einer Woche noch Badegäste ihre Längen zogen, gehörte das Freibad Fürstenfeld am vergangenen Sonntag den Vierbeinern.
Erstmals veranstaltete man im Freibad einen Hundeschwimmtag und so wurde aus dem gewöhnlichen Saisonende ein ungewöhnlicher Badetag. Den ganzen Tag über durften Hunde und ihre Besitzer bei freiem Eintritt das Gelände nutzen. Dafür wurde das Wasser in den Becken vom Chlor befreit.
Auch die Rettungshundestaffel war dabei
Die Idee eines Hundeschwimmtages beschäftigt Andreas Rindler, Geschäftsführer und Leiter des Bademeisterteams, schon länger. Ähnliche Veranstaltungen kannte er aus Deutschland und der Schweiz: „Ich bin sehr positiv überrascht, wie viel Disziplin alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Hunden an den Tag legen“, resümierte Rindler. Für ihn ist es vor allem „ein Treffen von Gleichgesinnten“.
Dann wurde es am Beckenrand kurz ernst. Die Hundebrigade Hartberg-Fürstenfeld zeigte, welche Fähigkeiten bei der Prüfung zum Rettungshund verlangt werden. Sogar die Bergung eines kleinen Fischerbootes stand mit auf dem Programm der bestens ausgebildeten Vierbeiner. „Es ist sehr spannend, was Hunde in dieser Situation in der Lage sind zu leisten“, zeigte sich Wolfgang Hueber von der Rettungshundestaffel euphorisch.
Auch eine Hundeolympiade mit Sprint über rund 100 Meter stand mit auf dem Programm des Hundeschwimmtages. Am Start wurden die Tiere vom Aufsichtsteam gehalten, während ihre Besitzer im Ziel warteten. Nach dem Startschuss jagten die Hunde über die Strecke – manche schnurgerade und schnell, andere mit deutlich mehr Gelassenheit. Am Rand wurde gelacht und angefeuert, während sich andere Besucher bei Ständen regionaler Aussteller nach den neuesten Dingen für den Hundebedarf umsahen.
Hundeschwimmtag soll „fixer Termin“ werden
Der Badespaß galt aber auch den Besitzerinnen und Besitzern, die mit teilweise mit ihren Hunden ins Becken gestiegen sind. Mittendrin war Familie Steinbauer aus Gutenberg im Bezirk Weiz. Gemeinsam mit ihren Kindern und Labradoodle-Mischling „Carlos“, genossen sie das neue Angebot: „Wir sind Dauercamper hier in Fürstenfeld und Stammgäste im Freibad. Wir finden es super, dass das auch einmal mit Hunden gemacht wird“, zeigten sich die Steinbauers begeistert. Hund Carlos sei ohnehin „sehr schwimmfreudig“, gaben ihre Kinder zu Protokoll.

Organisiert wurde der Tag von den Stadtwerken Fürstenfeld als Betreiber des Freibades für die Stadtgemeinde. „Der Hundeschwimmtag soll als fixer Termin in unsere vielfältigen Veranstaltungen integriert werden“, erklärte Christina Hultsch von den Stadtwerken. Und damit die Vierbeiner auch im nächsten Jahr wieder zahlreich erscheinen und gesund durch den Winter kommen, gab es sogar eine Hundesegnung, die Alois Schlemmer abhielt.