Verletzte durch Explosionen auf Armeestützpunkt in Syrien
Infolge mehrerer Explosionen auf einem Armeestützpunkt in Nordsyrien sind laut staatlichen Medien am frühen Montagmorgen mindestens vier Menschen verletzt worden. Die Detonationen ereigneten sich nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur SANA in einem Munitionslager nahe der Stadt Al-Eis südlich von Aleppo. Die Ursache war demnach zunächst unbekannt.

Das syrische Staatsfernsehen berichtete, dass nahe Al-Eis "eine heftige Detonation zu hören" gewesen sei. Darauf seien mehrere Explosionen gefolgt. Ein Bewohner von Aleppo sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe eine "heftige Explosion gehört". Vom Dach aus habe er "große Flammen" in der Ferne gesehen.
Die Explosionen dauerten an, meldete SANA unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium. Aleppos Zivilschutzchef Faisal Mohammad Ali sagte dem staatlichen Sender Al Ekhbariya, die "anhaltenden Explosionen" hinderten die Rettungskräfte am Zugang. Er warnte die Zivilbevölkerung davor, sich dem Gebiet zu nähern. Ähnlich äußerte sich der Gouverneur der Provinz Aleppo, Assam al-Gharib. Er rief die Menschen dazu auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.
Bereits zuvor hatte es in Syrien mehrere solcher Vorfälle gegeben. Am Freitag kamen durch eine Explosion an einer Militäranlage im Osten Syriens nach Behördenangaben elf Menschen ums Leben. Die Explosion ereignete sich in der Provinz Deir ez-Zor an einem Stützpunkt der Syrischen Arabischen Armee.
Anfang September waren bei einer Explosion in einem Waffenlager in der Provinz Idlib im Nordwesten des Landes 14 Menschen getötet und elf weitere verletzt worden. Eine Woche zuvor war in der Stadt Binnish ein mit Munition beladener Wagen explodiert, wobei fünf Menschen getötet wurden. AFP erfuhr damals aus Regierungskreisen, dass das Auto einem Waffenhändler gehörte. Die Behörden nannten keine Ursache der Explosion.
Das Land ist nach dem Sturz des Langzeitherrschers Bashar al-Assad immer noch vom mehr als ein Jahrzehnt andauernden Bürgerkrieg gezeichnet.