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Sohn von Cindy Crawford mit 27 Jahren gestorben

Presley Gerber, der Sohn von Supermodel Cindy Crawford und Unternehmer Rande Gerber, starb am Sonntag in einer Entzugsklinik.

Presley Gerber wurde nur 27 Jahre alt
© IMAGO/Billy Bennight
Presley Gerber wurde nur 27 Jahre alt

Er sprach offen über Depressionen, Panikattacken und seine psychische Gesundheit. Nun ist Presley Gerber, der Sohn von Model-Ikone Cindy Crawford und selbst erfolgreich auf den internationalen Laufstegen unterwegs, mit 27 Jahren gestorben. Das geht aus Unterlagen des gerichtsmedizinischen Instituts von Los Angeles hervor, wie das US-Magazin „People“ berichtet. Zur Todesursache war zunächst nichts bekannt.

„Die Familie bittet um Privatsphäre während dieser sehr schweren und schmerzvollen Zeit“, hieß es im Statement eines Sprechers der Familie. Zuerst hatte das Promi-Portal „TMZ“ über Gerbers Tod berichtet.

Früh auf dem Laufsteg

Presley Gerber wurde 1999 in Beverly Hills geboren und wuchs in einer Familie auf, die eng mit der Modewelt verbunden ist. Mit 15 Jahren unterschrieb er einen Vertrag bei der Modelagentur IMG Models. Zwei Jahre später sorgten er und seine damals 14-jährige Schwester Kaia in der Branche für Aufmerksamkeit.

Gerber lief unter anderem bei einer Moschino-Show in Los Angeles und später in Mailand für Dolce & Gabbana. Zudem war er in einer Kampagne von Calvin Klein zu sehen. Seine ersten Erfahrungen auf dem Laufsteg waren offenbar mit einer gewissen Nervosität verbunden. 2016 sagte Presley Gerber dem „W Magazine“: „Nicht hinfallen. Ich dachte nur: Bitte nicht stolpern, schaff es einfach bis zum Ende.“ Zwei Jahre später erzählte er „People“, die Arbeit mit seiner Schwester mache das Modeln „viel weniger einsam“.

Gerber sprach über psychische Probleme

In den folgenden Jahren sprach Gerber zunehmend öffentlich über seine psychische Gesundheit. 2019 wurde er wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss angeklagt. Ein Jahr später ließ er sich den Schriftzug „MISUNDERSTOOD“ ins Gesicht tätowieren, den er offenbar 2021 wieder entfernen ließ.

„Da ich selbst mit psychischen Problemen, Depressionen und einigen damit verbundenen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, denke ich, dass es schon reicht, wenn ich nur einer oder hundert Personen helfe“, sagte er im Podcast „Studio 22“. Psychische Gesundheit sei für ihn „ein 24-Stunden-Job“.

Gerber versuchte, seine Erfahrungen auch zu nutzen, um anderen Menschen Mut zu machen. Auf Instagram veröffentlichte Gerber die Videoreihe „Mental Health Mondays“ und berichtete darin unter anderem über seine Erfahrungen mit Recovery-Gruppen. In einem inzwischen gelöschten Video vom Dezember 2025 erzählte er zudem, dass er mehrere Medikamente gegen Panikattacken einnehme.

Schwester Kaia in Trauer

Wie sehr die psychischen Probleme ihres Bruders die Familie beschäftigten, schilderte Kaia Gerber erst vor wenigen Wochen in der September-Ausgabe der „Vogue“. „Wenn so etwas in einer Familie passiert, stellt es alle auf dieselbe Stufe“, sagte die 25-Jährige.

Kaia Gerber mit Bruder Presley im Jahr 2018
© IMAGO/Richard Goldschmidt
Kaia Gerber mit Bruder Presley im Jahr 2018

Sie habe ihre eigenen Bedürfnisse zurückgestellt. Zwei Kinder, die Unterstützung benötigten, seien für die Familie eine große Belastung gewesen. Gleichzeitig habe die Offenheit ihres Bruders etwas verändert. Die Eltern seien lange sehr zurückhaltend mit persönlichen Problemen umgegangen, sagte Kaia. Presley habe dagegen einen anderen Umgang damit gefunden. Sie bezeichnete ihn als „absoluten Lehrer“, der ihr gezeigt habe, wie wichtig es sein könne, offen und menschlich mit schwierigen Erfahrungen umzugehen.

Kaia Gerber mit Bruder Presley und ihren Eltern Cindy Crawford und Rande Gerber
© IMAGO/Lisa OConnor / AFF-USA.com
Kaia Gerber mit Bruder Presley und ihren Eltern Cindy Crawford und Rande Gerber

Cindy Crawford zählt zu den prägendsten Supermodels der 1990er-Jahre. Gemeinsam mit Naomi Campbell, Linda Evangelista und anderen machte sie das Modeln zu einem Teil der Popkultur.

Rasche Hilfe bei Suizidgedanken

Wenn Sie oder ein Angehöriger sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befinden, zögern Sie nicht, Hilfe anzunehmen bzw. anzubieten - oft ist eine Situation gar nicht so ausweglos, wie sie scheint.

  • Eine erste Anlaufstelle bei psychischen Erkrankungen kann die Hausärztin oder der Hausarzt sein.
  • Eine weitere Möglichkeit ist, sich an eine Beratungsstelle oder psychotherapeutische Praxis zu wenden.
  • Schnelle Hilfe gibt es bei der Telefonseelsorge unter der Nummer 142 und bei PsyNot, dem psychiatrischen Krisentelefon für die Steiermark: rund um die Uhr unter der Nummer 0800/44 99 33
  • Akute Hilfe bekommen Sie unter den Notrufnummern von Polizei (133), Rettung (144) oder Feuerwehr (122)
  • Eine Expertensuche für ganz Österreich findet man unter: www.gesundheit.gv.at/leben/suizidpraevention.html