AnnenMayKantereit: Ich glaube, Graz geht heute noch tanzen
Deutsche Indie-Pop-Stars spielen am Sonntagabend in der Grazer Stadthalle – und dürften auch zwei neue, bislang unveröffentlichte Songs im Gepäck haben.

Sie besingen das Leben junger Menschen; die Zweifel, die sich da ab und zu einstellen; die Freude und Pein, die die Liebe mit sich bringt. Und das derart erfolgreich, dass die deutsche Indie-Pop-Band AnnenMayKantereit gerade von einem ausverkauften Konzert zum nächsten durch die großen deutschsprachigen Städte tingelt. Am Samstag war Wien an der Reihe, am Sonntagabend – wenn das Aufsteirern langsam ausklingt – sind die jungen Herren in der Grazer Stadthalle zu Gast.
„Ich glaub, ich geh heut nicht mehr tanzen“, wie einer der Hits von Christopher Annen, Henning May und Severin Kantereit heißt, wird da in der steirischen Landeshauptstadt keine Option sein. Ihre Texte sind übrigens deutlich einfallsreicher und subtiler als der Bandname. Die markant-raue Stimme von May sticht besonders heraus, aber die Band lebt insgesamt von einer Lebens- und Spielfreude, die man aktuell im deutschsprachigen Pop und Rock kein zweites Mal findet.
Bisher unveröffentlichte Songs
Mit ein bisschen Glück bekommen die Fans in Graz heute etwas Neues, bisher Unveröffentlichtes zu hören. In Wien waren es zwei Nummern. Eine handelt von „Perspektiven wie kleinen Wolken“, eine andere könnte „Komm zu mir“ heißen. Ein Lied über Orientierungslosigkeit und den Safe Space, den man sich in seiner Zweisamkeit erschaffen kann, wie es in der Konzertrezension von FM4 beschrieben wird.
Neben den eigenen Liedern – „Pocahontas“, „Oft gefragt“, „Ausgehen“, „Barfuß am Klavier“ – hat AnnenMayKantereit auch mit Coverversionen für Aufsehen gesorgt. Vor allem Tom‘s Diner, im Original von Suzanne Vega, und „Can‘t get you out of my head“ von Kylie Minogue haben sie neu interpretiert.