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Kölner Bühnen eröffnen nach langer Sanierung

Nach 14 Jahren Sanierung und immer neuen Rückschlägen sind die Kölner Bühnen wiedereröffnet worden. Bei einem großen Fest konnten Besucher am Wochenende zum ersten Mal das runderneuerte Opernhaus und das Schauspielhaus anschauen. Der Andrang war groß - zeitweise bildeten sich lange Schlangen. In den kommenden Tagen soll auch der reguläre Spielbetrieb wieder starten.

19.09.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Zahlreiche Bürger machen sich ein Bild vom Opernsaal im fertig renovierten Opernhaus am Offenbachplatz um während eines Festes mit offener Tür einen Blick ins Innere werfen zu können. Nach 14 Jahren der Sanierung öffnen Oper, Schauspielhaus und Kinderoper erstmals wieder ihre Türen und bieten Einblicke in die modernisierten Gebäude. Die aus den 50er Jahren stammenden Kölner Bühnen wurden seit 2012 saniert. Foto: Roberto Pfeil/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
© APA/dpa
19.09.2026, Nordrhein-Westfalen, Köln: Zahlreiche Bürger machen sich ein Bild vom Opernsaal im fertig renovierten Opernhaus am Offenbachplatz um während eines Festes mit offener Tür einen Blick ins Innere werfen zu können. Nach 14 Jahren der Sanierung öffnen Oper, Schauspielhaus und Kinderoper erstmals wieder ihre Türen und bieten Einblicke in die modernisierten Gebäude. Die aus den 50er Jahren stammenden Kölner Bühnen wurden seit 2012 saniert. Foto: Roberto Pfeil/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

"Mit der Wiedereröffnung unserer Bühnen geben wir der Stadt einen zentralen Ort der Begegnung, der Inspiration und der künstlerischen Freiheit zurück, der allen Kölnerinnen und Kölnern gehört", sagte Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD).

Die Oper und das Schauspielhaus in Köln stammen von 1957 beziehungsweise 1962. Sie wurden seit 2012 saniert - die reinen Baukosten summierten sich am Ende auf rund 800 Millionen Euro. Anfangs war eine Wiedereröffnung für 2015 geplant - mit Kosten von rund 250 Millionen Euro. Die Bauzeit verlängerte sich jedoch um etliche Jahre und verschlang immer mehr Geld. Während die Bauarbeiten liefen, mussten Oper und Schauspiel auf andere Spielstätten ausweichen.

Die Kölner Oper war 1957 einer der ersten Kultur-Neubauten der jungen Bundesrepublik. Frühe Schwarzweiß-Fotos zeigen ein Gebäude, das sich wie die Vision einer besseren Gesellschaft nüchtern, klar und hell aus dem Kölner Trümmerfeld erhebt.

Es war radikal neu gedacht, ein "Bau in menschlichen Maßen, ohne falsche Repräsentation und im Geiste unserer Zeit", wie es der Architekt Wilhelm Riphahn (1889-1963) bei der Eröffnung formulierte. Riphahn wollte eine Oper der Demokratie schaffen. Die Zeitgenossen betrachteten sie als Symbol des Neuanfangs.

Wegen dieser historischen Bedeutung haben es in Köln auch viele Menschen zuletzt befürwortet, das alte Gebäude-Ensemble trotz des immensen Aufwands zu erhalten.

In den kommenden Tagen können Oper und Schauspiel nach langer Zeit auch mit ihrem regulären Programm wieder an ihre eigentlichen Spielstätten zurückkehren. Nach einem Festakt am Donnerstag (24. September) folgen die ersten Premieren. Im Opernhaus ist dies am Sonntag (27. September) "Der Rosenkavalier".