Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Dem Erfolgsteam fehlt nur noch ein echter Magnet

Österreichs Fans jubelten mit Jurij Rodionov und Kollegen
© APA / Max Slovencik
Österreichs Fans jubelten mit Jurij Rodionov und Kollegen

Österreich Tennis buchte erneut einen Platz im Turnier der besten acht Nationen der Welt. Trotzdem muss man um eine entsprechende Anerkennung kämpfen.

Österreichs Daviscupper haben es tatsächlich geschafft: Zum zweiten Mal in Folge löste die Melzer-Truppe ein Ticket für das Finalturnier der besten acht Tennis-Nationen der Welt.

Und zum zweiten Mal in Serie gelang der ÖTV-Mannschaft dieses Bravourstück, ohne einen Top-100-Spieler in ihren Reihen zu haben. Das unterstreicht, dass Gefüge und Geist innerhalb des rot-weiß-roten Teams prächtigst funktionieren.

In einer Weltsportart (auf dem Erdball gibt es nur mehr eingetragene Fußballer, Cricket- und Feldhockey-Spieler) in den Top acht mitzumischen – davon können Österreichs Kicker nur träumen.

Die Ära Thomas Muster

Trotzdem kämpft Österreichs Tennis damit, in der Heimat für das Geleistete nicht die verdiente Anerkennung zu erfahren.
Woran das liegt? Eine mögliche Erklärung ist, dass es dem heimischen Tennis derzeit an einem Aushängeschild fehlt, das die Massen elektrisiert. Denkt man etwa an die Ära Thomas Muster, verwandelte der Steirer mit seinen Großtaten die Alpenrepublik in eine Tennisnation.

Dies soll die aktuelle Leistung aber keinesfalls schmälern. Im Gegenteil, können Jurij Rodionov und Kollegen mit ihren Erfolgen doch auch die Initialzündung für künftige rot-weiß-rote Tennisstars sein.