In einfacher Sprache: Viele Handys erfüllen nicht die Vorschriften der EU zur Reparatur-Fähigkeit
Die Hersteller von Smart-Phones und Tablets halten sich nicht an die Vorgaben der EU. Es muss die Möglichkeit geben, die Geräte zu reparieren. Das sagt die EU.

Es wäre gut, wenn Handys oder Tablets repariert statt entsorgt werden.
Wenn Geräte repariert werden, ist es besser für die Umwelt.
Seit dem Jahr 2024 gibt es das Recht auf Reparatur von Handys oder Tablets.
Das steht in einem EU-Gesetz.
Die EU ist die Europäische Union.
Die EU ist ein Zusammen-Schluss von europäischen Ländern.
Österreich ist auch Mitglied der EU.
Eine Person soll schon vor dem Kauf wissen, ob das Gerät repariert werden kann.
Die Hersteller halten sich aber nicht daran.
Bei den meisten Smart-Phones oder Tablets gibt es keine Informationen zur Reparatur.
Wenn etwas kaputt ist, wissen die Besitzer oft nicht, wie sie ein Ersatz-Teil bekommen.
Sie wissen auch nicht, wie viel eine Reparatur kostet.
Zwar gibt es das Gesetz.
Aber es wird nicht kontrolliert, ob das Gesetz eingehalten wird.
Das ist ein Problem.
Die Hersteller müssen die Käufer informieren, woher sie Ersatz-Teile bekommen.
Die Hersteller müssen die Käufer auch informieren, wie die Ersatz-Teile eingebaut werden können.
Viele Hersteller machen das nicht.
Und es wird auch nicht kontrolliert.
Die Informationen sollen Menschen helfen, sich für ein Gerät zu entscheiden.
Auch für Reparatur-Werkstätten sind die Informationen wichtig.
Sie müssen wissen, woher sie Ersatz-Teile bekommen.
Diese Informationen gibt es aber oft nicht.
Viele Hersteller leiten die Kunden auf Seiten wie Temu oder Ali Express weiter.
Das sind oft die einzigen Informationen, die man zu Ersatz-Teilen bekommt.
Hersteller entscheiden die Einteilung der Geräte selbst
Die Hersteller müssen angeben, wie leicht sich die Geräte reparieren lassen.
Die Einteilung geht von A bis E.
A heißt: Ein Gerät lässt sich sehr gut reparieren.
E heißt: Ein Gerät lässt sich sehr schlecht reparieren.
Diese Einteilung ist von der EU vorgegeben.
Wie gut ein Gerät repariert werden kann, wird aber nicht von einer eigenen Stelle überprüft.
Wie gut ein Gerät repariert werden kann, bestimmen die Hersteller selbst.
Es muss für alle Geräte Informationen zur Reparatur geben.
Und es muss für alle Geräte Informationen geben, wo Ersatz-Teile gekauft werden können.
Diese Informationen fehlen manchmal komplett.
Bei Apple und Samsung sind sie nur sehr schwer zu finden.
Es gibt mehr als 2.300 Handy-Modelle in Europa zu kaufen.
Nur jeder 5. Hersteller gibt Informationen zu Ersatz-Teilen und Preisen.
Diese Informationen sind aber oft verwirrend.
Zum Beispiel: Ein Ersatz-Akku für ein Acer-Tablet kann zwischen 14 und 128 Euro kosten.
Viele Hersteller sagen, ihre Geräte lassen sich sehr gut reparieren.
Sie geben aber keine Informationen dazu, ob das Gerät repariert werden kann.
Und sie geben keine Informationen dazu, wie das Gerät repariert werden kann.
Einige Geräte wurden überprüft.
Der Hersteller des Tablets Rebecco K50 gab dem Tablet die Reparatur-Klasse C.
Dieses Tablet kostet 80 Euro.
Es gibt aber keine Informationen zu Reparatur und Ersatz-Teilen für das Tablet Rebecco K50.
Für das Smart-Phone Vivo V70 ist auch die Reparatur-Klasse C angegeben.
Bei diesem Smart-Phone gibt es sehr viele Informationen über Ersatz-Teile und Kosten.
Es gibt auch eine Reparatur-Anleitung dazu.
Es gibt eine Daten-Bank der EU.
Die Daten-Bank heißt EPREL.
EPREL ist die Abkürzung für die Europäische Produkt-Datenbank für die Energie-Verbrauchs-Kennzeichnung.
Dort finden Sie alle Produkt-Blätter von Smart-Phones und Tablets, die in Europa verkauft werden.
In den Produkt-Blättern stehen die wichtigsten Informationen über das Gerät.
Auch in der Daten-Bank fehlen oft die Informationen zu Ersatz-Teilen und Reparatur.
Ab Oktober haben Besitzer von Smart-Phones und Tablets nicht nur das Recht auf Information.
Sie können auch einfordern, dass ihr Gerät repariert wird.
