Bei den Kapfenberg Bulls wird in die neue Arena investiert und ein Spieler gesucht
Vor dem Steirercup am Wochenende wurden von den Kapfenberg Bulls Fortschritte die neue Halle betreffend präsentiert. Auf Taye Fields wartet man weiter vergeblich.
Der Zeitraum zwischen zwei Spielzeiten ist spiel-, nicht aber arbeitsfrei. Und gerade die Verantwortlichen der Kapfenberg Bulls haben einen intensiven Sommer hinter sich: Beim amtierenden Basketball-Meister wird nicht nur am neuen Kader getüftelt, sondern auch an einem neuen Bauwerk. Die Sport- und Eventhalle, die auf dem Kapfenberger Festplatz geplant ist, nimmt konkretere Formen an. Bis Jahresende soll, so der Plan, die Umwidmung im Flächenwidmungsplan beschlossen sein. Der Baustart wäre dann frühestens im Sommer 2027 möglich, ab der Saison 2028/29 könnte dann in der neuen Halle gespielt werden. Das Projektvolumen der Arena, die zu einem Drittel von den Kapfenberg Bulls und zu zwei Dritteln durch andere Events bespielt werden soll, beläuft sich auf elf Millionen Euro, sagt Kapfenbergs General Manager, Michael Schrittwieser, der betont: „Ein Anteil von 60 bis 65 Prozent kommt von privaten Investoren. Das ist ein einmaliges Projekt, wo wir die Dimensionen umdrehen – wir sind nicht reine Förderempfänger.“
Das bedeutet auch: Die altehrwürdige Walfersamhalle wird länger benötigt als einst geplant. Für die am 26. September gegen Wels beginnende Saison 2026/27 war noch eine Sonderlizenz erteilt worden, nun hofft man auch für 2027/28, wenn man im Idealfall bereits mitten in der Bauphase der neuen Heimstätte ist, noch in der denkmalgeschützten Halle an der Basketball-Superliga teilnehmen zu dürfen. Dafür wurden 140.000 Euro in die Lichtanlage investiert.
Auch personell hat sich einiges getan. Die sportlichen Agenden hat Urgestein Michael Schrittwieser zur Gänze abgegeben („Ich habe es geschafft, kein einziges Vorbereitungsspiel anzusehen“): Alex Wronski ist einer von drei Vizepräsidenten und künftig für sportliche Belange verantwortlich. Der Kapfenberger begann (2001) und beendete (2011) seine Profi-Karriere bei den Bulls, war in den letzten Jahren bereits in der Jugend und in der Akademie tätig und trieb das Projekt Lady Bulls für junge Basketballerinnen voran.
Taye Fields weiter verschollen
Auf dem Spielersektor herrschte wie jeden Sommer reges Treiben – das ist auch einem Umstand geschuldet, der zu einem Rechtsstreit ausarten könnte: Taye Fields war einer der absoluten Leistungsträger der letzten Saison. Noch während der Play-offs hat er seinen Vertrag in Kapfenberg verlängert, nun ist er aber nicht mehr greifbar. „Wir befürchten, dass ihm ein Anbot aus einer finanzstarken Liga vorliegt. Er ist nicht zum Trainingsstart erschienen, wir erfüllen weiter unsere Verpflichtungen und bezahlen ihn“, sagt Schrittwieser.
Den vielen neuen Gesichtern, zu denen auch Kapfenberg-Heimkehrer Daniel Köppel zählt, kann man am Samstag und am Sonntag Steirercup in der Walfersamhalle auf die Beine und Arme schauen. Das Turnier ist für Meistertrainer Klym Artamonov ein wichtiger Gradmesser: „Ich bin bislang zufrieden mit dem Engagement und der Energie, die die Jungs in der Vorbereitung gezeigt haben. Es gibt noch viel Potenzial. Wir geben am Wochenende unser Bestes, um uns für die Saison gut vorzubereiten.“
