Wie hat Ihnen der neue „Tatort“ aus Köln gefallen?
Schon zum 96. Mal wird in Köln ermittelt: Diesmal ist die Domstadt im Ausnahmezustand. Dementsprechend der Titel: „Die letzten Menschen von Köln“.

Nach diesem zweiten Krimi der neuen „Tatort“-Saison wird man beim nächsten Köln-Besuch die Domstadt am Rhein vielleicht etwas anders, ja geheimnisträchtiger sehen und ihr misstrauisch begegnen. Das Kommissar-Duo Schenk und Ballauf sucht Elara, die Schwester eines Mordopfers, die im wahrsten Sinne des Wortes vom Erdboden verschluckt wurde. Offenbar hält sie sich nämlich unter der Stadt auf – als Teilnehmerin eines Prepper-Trainings. Beim Stichwort Survival-Workshop klingelt es wohl bei vielen „Tatort“-Fans: Der Fall „Gefahrengebiet“ aus Berlin spielte heuer im Februar auch in der Prepper-Szene.
Während Ballauf und Schenk unter Hochdruck versuchen, das Versteck – einen ehemaligen Bunker – aufzuspüren, verschärft sich die angespannte Lage innerhalb der kleinen Gruppe, die eigentlich das Überleben im Ernstfall proben wollte, zunehmend. Die Bedrohungslage in dieser Mischung aus Krimi und Familiendrama sorgt durchaus für Nervenkitzel, man bleibt dran, um Elaras wahre Motivation zu erfahren.

Florian Stetter (u. a. „Wiener Blut“, „Nanga Parbat“, „Ku'damm 77“), der durch sein „unschuldiges Aussehen“ gerne als Wolf im Schafpelz besetzt wird und hier nun den Übungsleiter gibt, wurde übrigens schon mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Gelungener 96. Fall aus Köln!
Bewertung: ●●●●○
Wie lautet denn Ihr Urteil?