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Dieser österreichische Top-Manager wird neuer Chef der ÖBAG

Der Aufsichtsrat der Staatsholding bestellt den Industriemanager Thomas Arnoldner zum neuen ÖBAG-Vorstand. Die Entscheidung für den Vize-CEO der Telekom Austria AG fiel einstimmig.

Die ÖBAG bekommt einen neuen Chef
© IMAGO/Imagebroker/timon Schneider
Die ÖBAG bekommt einen neuen Chef

Der ÖBAG-Aufsichtsrat hat am Freitag den langjährigen stv. CEO der Telekom Austria AG Thomas Arnoldner für die am 1. Februar 2027 beginnende fünfjährige Amtsperiode zum Alleinvorstand der ÖBAG bestellt. Er folgt damit auf Edith Hlawati , die seit 2022 an der Spitze der Staatsholding steht. Arnoldner habe in den Hearings und bei der Lösung der gestellten Aufgaben „die überzeugendsten Konzepte in einer sehr motivierten und authentischen Weise vorgestellt“, heißt es in einer Aussendung.

Arnoldner verfügt über langjährige Führungserfahrung in großen Infrastrukturunternehmen. Vor seiner achtjährigen Vorstandstätigkeit in der A1 Telekom hatte er Führungspositionen bei Nokia, Alcatel-Lucent und T-Systems-Austria inne. Er leitet als ausgewiesener Experte die Digitalisierungs- und AI-Task Force der Industriellenvereinigung und verfügt über tiefreichende Kapitalmarkterfahrung in einer börsennotierten Aktiengesellschaft. Bei für den Wirtschaftsstandort wichtigen Themen wie dem Ausbau von Glasfaser, 5G-Netz und Bemühungen um digitale Souveränität habe er sich „bewährt“.

Thomas Arnoldner wird neuer Vorstand der ÖBAG
© Digitaloffensive Österreich (doÖ)
Thomas Arnoldner wird neuer Vorstand der ÖBAG

Einstimmiger Beschluss

Der Vorsitzende des ÖBAG-Aufsichtsrates Günther Ofner freut sich, dass die Entscheidung des Aufsichtsrats einstimmig erfolgt ist: „Das ist ein großer Vertrauensvorschuss für den neuen Vorstand. Der Beste hat das Rennen gemacht.“ Für die ÖBAG, aber auch für die Republik und die Steuerzahler sei das „eine zukunftsweisende und erfolgversprechende Entscheidung“, meint Ofner.

Das ist die ÖBAG

Die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) ist die staatliche Beteiligungsholding der Republik Österreich und befindet sich zu 100 Prozent in deren Eigentum.

Sie verwaltet als unabhängige Holding rund zehn staatliche Beteiligungen mit einem Gesamtwert von etwa 30 Milliarden Euro, darunter Anteile an der OMV, Österreichischen Post, Telekom Austria, Casinos Austria/Österreichische Lotterien sowie an der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG).

Die Republik Österreich erhielt von der ÖBAG für das Jahr 2025 Dividenden in Höhe von 1,577 Milliarden Euro, nach 1,26 Milliarden Euro im Jahr davor. 

Arnoldners Hauptaufgabe werde es sein, „die neue ÖBAG-Strategie im Einklang mit der Industriestrategie des Bundes mit Leben zu erfüllen und die ÖBAG, die Staatsbeteiligungen mit einem Portfoliowert von 31 Milliarden Euro verwaltet, als Alleinvorstand auf sachlicher und unabhängiger Basis erfolgreich zu führen, in guter Kooperation mit dem Aufsichtsrat “ gibt AR-Vorsitzender Günther Ofner die Richtung vor.

So kam es zur Entscheidung

Der Beschluss war das Resultat eines dreimonatigen Auswahlverfahrens. Parallel zur Ausschreibung nach Stellenbesetzungsgesetz hat der Personalberater Boyden auch durch Direktansprachen und einer nationalen und internationalen Markterkundung nach qualifizierten Bewerbern gesucht. Insgesamt 46 Personen haben sich fristgerecht beworben. In einem mehrstufigen Prozess wurden anhand der Kriterien der Ausschreibung und eines Polaritätsprofils schließlich neun Personen in ein vertiefendes Hearing mit dem Nominierungsausschuss eingeladen.

„Gehe Aufgabe mit großem Respekt an“

Thomas Arnoldner kommentierte seine Bestellung so: „Ich freue mich über das Vertrauen des Aufsichtsrats und gehe diese Aufgabe mit großem Respekt an. Die ÖBAG verwaltet nicht ihr eigenes Geld, sondern Vermögen der Republik und damit des Steuerzahlers.“ Daraus entstehe eine besondere Verantwortung. „Aus acht Jahren im Vorstand eines großen, börsennotierten Infrastrukturunternehmens weiß ich, was Kapitalmarkt und Mitaktionäre von einem verlässlichen Kernaktionär erwarten – und was ein starker Standort von seiner Infrastruktur braucht. Die ÖBAG soll als Eigentümer aktiv gestalten und unabhängig entscheiden. So stärken wir unsere Beteiligungen und damit den Industrie- und Energiestandort Österreich.“