Holzrückecup 2026: Pferde ziehen in Maria Saal um den Sieg
Beim Holzrückecup beweisen von Freitag bis Sonntag Pferdeführer und ihre Tiere in Maria Saal ihre Geschicklichkeit. Bis zu 1500 Besucher erwartet.

Was früher Alltag im Wald war, wird am Wochenende in Arndorf in Maria Saal zum Wettbewerb: Beim Finale des österreichischen Holzrückecups zeigen Pferdeführer aus ganz Österreich, wie präzise sich schwere Baumstämme mit Pferdekraft bewegen lassen. Rund 25 Teilnehmer werden am Samstag in Arndorf erwartet, mit bis zu 1500 Besuchern wird gerechnet.
„Holzrücken ist eine alte Tätigkeit. Früher ist praktisch all das Holz so aus dem Wald gebracht worden“, erklärt Mitveranstalter Thomas Kothmiller-Uhl. Heute hätten Maschinen die Pferde großteils ersetzt. Ganz verschwunden ist die Methode aber nicht. Vor allem bei Durchforstungen könne sie weiterhin Vorteile haben: Pferde bewegen sich vergleichsweise schonend durch den Bestand, während schwere Maschinen leichter Schäden an Boden oder verbliebenen Bäumen verursachen können.

Nicht Zeit, sondern Geschicklichkeit zählt
Genau diese Arbeit wird beim Holzrückecup zum Geschicklichkeitsbewerb. Pferd und Fuhrmann müssen Holzstämme durch verschiedene Hindernisse manövrieren, um Stämme herumdrehen oder zwischen Bäumen hindurchführen. „Es geht nicht um Schnelligkeit“, sagt Kothmiller-Uhl. Entscheidend seien sauberes, sicheres und pferdefreundliches Arbeiten.
Gestartet wird in mehreren Klassen: Neben Einsteigern gibt es Bewerbe für Ponys, Fortgeschrittene und Zweispänner. Das Hauptprogramm läuft am Samstag von 9 Uhr bis in den späten Nachmittag, anschließend geht es mit dem Hillibilli Trio gesellig zu. Bereits am Freitag können Interessierte bei einem Workshop erste Erfahrungen sammeln. Am Sonntag stehen unter anderem ein weiterer Workshop und ein Pflügebewerb auf dem Programm.
„Vielleicht brauchen wir das noch...“
Kothmiller-Uhl selbst kam über die Pferde zur Landwirtschaft. Auf seiner kleinen Landwirtschaft in Arndorf versucht er, möglichst viele Arbeiten mit Pferdekraft zu erledigen. Für ihn geht es deshalb nicht nur um Tradition: „Vielleicht brauchen wir dieses Wissen in Zukunft wieder. Dann ist es gut, wenn wir noch eine Ahnung davon haben, wie es geht.“