Fünf Verletzte bei russischem Drohnenangriff nahe Kiew
Ein russischer Drohnenangriff hat am Freitagmorgen in der Region rund um die ukrainische Hauptstadt Kiew fünf Menschen verletzt. Darunter seien drei Kinder, teilt der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Unterdessen fing die russische Armee nach Behördenangaben zahlreiche auf Moskau zusteuernde Drohnen ab. Mehr als 350 unbemannte Fluggeräte hätten sich seit Donnerstagabend auf das Gebiet der russischen Hauptstadt zubewegt.

"Die meisten" seien Berichten zufolge "am äußeren Verteidigungskreis" zerstört worden, wie der Bürgermeister Sergej Sobjanin im Onlinedienst Telegram bekannt gab. 64 davon seien abgefangen worden, während sie sich Moskau näherten.
Inmitten gegenseitiger Angriffe begann im fernen Osten Russlands am Freitagmorgen (08.00 Ortszeit, Donnerstagabend 22.00 Uhr MESZ) die Parlamentswahl. Putin hatte die Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um der russischen Armee zu zeigen, dass "hinter unseren Kämpfern Millionen von Menschen stehen" und eine "gemeinsame Antwort an diejenigen zu geben, die Russland schwächen wollen".
Die Abstimmung über die 450 Sitze in der Staatsduma wird bis Sonntag in elf Zeitzonen abgehalten. Der Kreml sieht das Ergebnis als Stimmungsbarometer, denn der Ukraine-Konflikt hat zunehmend Auswirkungen auf die russische Zivilbevölkerung. Ein Sieg der Partei Geeintes Russland von Präsident Wladimir Putin gilt als sicher.
Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die ukrainische Armee reagiert mit Angriffen auf Ziele in Russland.