Revolutionsgarden greifen Öltanker in Straße von Hormuz an
Die iranischen Revolutionsgarden haben staatlichen Medien zufolge einen Öltanker in der Straße von Hormuz angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete am Freitag, dass der unter der Flagge Togos fahrende Tanker "Trend" bei der "illegalen Durchfahrt" durch die strategisch wichtige Meerenge "angegriffen und festgesetzt" worden sei. Zuvor war demnach an Bord ein Feuer ausgebrochen.

Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO meldete am Donnerstag einen "Sicherheitsvorfall in der Straße von Hormuz". Demnach ereignete dieser sich knapp 30 Kilometer nordöstlich der omanischen Küstenstadt Chasab. Angaben zu dem betroffenen Schiff machte die Behörde nicht, es war zunächst unklar, ob es sich um den von den Revolutionsgarden genannten Tanker handelte.
Die Straße von Hormuz steht im Mittelpunkt des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Sie ist enorm wichtig für den weltweiten Handel mit Öl und Gas. Seit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar durch US-israelische Angriffe auf die Islamische Republik hat Teheran die Meerenge weitgehend blockiert. Im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen.