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53 Jobs: Haustechnik-Firma schlittert in die Insolvenz

Die Tripus Haustechnik GmbH mit Sitz in Ilz hat einen Eigenantrag auf ein Sanierungsverfahren eingebracht. Die Verbindlichkeiten liegen bei rund 1,3 Millionen Euro, der Betrieb beschäftigt 53 Dienstnehmer. Eine Fortführung wird angestrebt.

© Markus Traussnig

Insolvenz in der Oststeiermark: Das Haustechnik-Unternehmen Tripus mit Sitz in Ilz (Nestelbach) muss saniert werden. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung ist am Donnerstag am Landesgericht für Zivilrechtssachen in Graz eröffnet worden, berichten der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) und der Alpenländische Kreditorenverband (AKV).

Das Unternehmen beschäftigt 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist auf Projekte in den Bereichen Gas-, Wasser-, Heizungs- und Sanitärinstallationen spezialisiert. „Entsprechend dem Antrag auf Insolvenzeröffnung bestehen in diesem Verfahren Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro“, teilt der KSV mit. „Nach den vorliegenden Unterlagen sind derzeit 32 Gläubiger von diesem Verfahren betroffen“, so der AKV.

Hohe Materialkosten und ein Großprojekt

Das Unternehmen habe selbst einen Antrag auf Insolvenzeröffnung bei Gericht gestellt. Als wesentliche Ursachen für die Insolvenz werden laut AKV „hohe Materialkosten und Verluste bei einem Großprojekt, die erhebliche Vorfinanzierung laufender Projekte, lange Zahlungsziele bei bereits erbrachten Leistungen, hohe Personalaufwendungen, finanzielle Belastungen im Zusammenhang mit der Insolvenz einer Beteiligungsgesellschaft sowie die weitgehende Ausschöpfung eines Kontokorrentkredites“ genannt.

Angestrebt wird der Abschluss eines Sanierungsplans. „Die Experten des KSV1870 werden den Sanierungsplanvorschlag auf seine Angemessenheit und Finanzierbarkeit hin überprüfen“, wird mitgeteilt. Derzeit biete die Insolvenzschuldnerin den Gläubigern die gesetzliche Mindestquote von 20 Prozent an.