Bisher nie gezeigte Monet-Werke werden in Paris versteigert
Zwei bisher noch nie gezeigte Gemälde des französischen Impressionisten Claude Monet werden im Oktober in einer Versteigerung angeboten. Eines davon mit dem Titel "Iris" aus dem Spätwerk des Meisters werde auf 22 bis 30 Millionen Euro geschätzt, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag mit. Dies sei der höchste Schätzpreis, den je ein zu versteigerndes Gemälde in Frankreich erreicht habe.

Insgesamt werden bei der Versteigerung am 22. Oktober 28 Gemälde aus der Sammlung der Familie Schlumberger angeboten, darunter auch mehrere von Paul Cézanne. Das Gemälde "Iris" von Monet hatte die Kunstsammlerin Jeanne Schlumberger den Angaben zufolge über eine Galeristin direkt von Monet gekauft, der es in Giverny gemalt hatte. Es war seitdem in der Pariser Residenz der Familie geblieben und nie öffentlich gezeigt worden.
Das Gemälde sei sehr gut erhalten und nicht mit Schutzlack versehen, betonte die Kunsthistorikerin Marianne Mathieu bei der Vorstellung der Werke. Das zweite, bisher nicht ausgestellte Monet-Werk zeigt eine Trauerweide in seinem Garten in Giverny. Es wird auf neun bis zwölf Millionen Euro geschätzt. Die Sammlung soll vor der Versteigerung auch in Hongkong und New York ausgestellt werden.