Obersteirische Sporttalente auf der Überholspur
Sabrina Pabst läuft zur Skyrun-Krone, Judo-Erfolge für Zeltweg und der Knittelfelder Martin Eichberger übernimmt ÖSV-Trainerposten.

Sabrina Pabst holt Skyrun-Austria-Gesamtsieg
Steil bergauf ging es für Sabrina Pabst in dieser Saison, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die 37-jährige Obdacherin vom Kolland-Topsport Gaal hat sich den Gesamtsieg der Skyrun Austria Rennserie 2026 gesichert und steht nun vor dem internationalen Saisonhöhepunkt.
Beim Finale, dem zehnten Jubiläums-Torlauf in Ramsau, reichte Pabst nach 3:43:50 Stunden auf der 24 Kilometer langen Strecke mit 2200 Höhenmetern Platz drei für den Gesamtsieg. Vor ihr lagen Carmen Kaar und Hannah Kadner.
Den Grundstein für den Titel hatte Pabst zuvor gelegt. Beim Ötscher Trail, Veitscher Skytrail und Saalbach Skyrace holte sie jeweils den Sieg. Mit 392 Punkten setzte sie sich in der Gesamtwertung vor Anna Strakova (368) und Claudia Zierlinger (316) durch.
Durch ihre Saisonleistungen hat sich die Obdacherin auch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Diese findet von 18. bis 20. September auf La Gomera in Spanien statt.

Zwei Zeltweger Judoka international erfolgreich
Erfolg für das Judo-Team Zeltweg: Emma Filzwieser und Matthias Schweiger haben auf europäischer Ebene aufgezeigt.
Filzwieser war als einzige Steirerin Teil des österreichischen Aufgebots bei der Jugend-Europameisterschaft in Gran Canaria. Mehr als 400 Judoka aus 43 Nationen gingen in Las Palmas an den Start. Im Einzelbewerb kam für die U-18-Kaderathletin gegen die Tschechin Lucie Poklopova in der ersten Runde das Aus.
Im Mixed-Team-Bewerb fehlte dagegen nur wenig zu einer Medaille. Das österreichische Team kämpfte um Bronze gegen Slowenien. Nach einem 3:3 musste ein zusätzlicher Kampf entscheiden, den Österreich knapp verlor. Damit blieb für Filzwieser und ihr Team Rang fünf. „Die Europameisterschaft war eine gute Erfahrung, aber weil ich im Einzel gleich meinen ersten Kampf verloren habe, bin ich nicht wirklich zufrieden“, zog die Zeltwegerin Bilanz.
Für Vereinskollege Matthias Schweiger gab es Gold. Der Polizist der Polizeiinspektion Kapfenberg trat bei der Europameisterschaft der uniformierten Kräfte in Birmingham in der Klasse Ü35 bis 81 Kilogramm an. Schweiger blieb unbesiegt und sicherte sich mit einem Ippon-Sieg im Finale gegen den Briten David Ferguson den Europameistertitel.

Martin Eichberger steigt in den ÖSV-C-Kader auf
Während sein Bruder Stefan Eichberger nach seinem zweiten Kreuzbandriss am Comeback arbeitet, hat Martin Eichberger selbst den nächsten Karriereschritt gemacht. Der 27-jährige Murtaler und Klubkollege beim ESV Knittelfeld wechselte nach vier Jahren als Trainer des Steirischen Ski-Landeskaders in den ÖSV-Herren-C-Kader.
„In Absprache mit dem Steirischen Skiverband habe ich die Gelegenheit genützt, den Trainerjob im ÖSV-Herren-C-Kader zu übernehmen“, erzählt Eichberger. Besonders freut er sich über das Vertrauen von Harald Kirchmair, dem Nachwuchsrennsportverantwortlichen im Österreichischen Skiverband.
Für seine neue Aufgabe bringt Eichberger reichlich Erfahrung mit. Als Trainer an der Skiakademie Schladming sowie durch die Zusammenarbeit mit Klaus Kröll, Stefan Kornberger und Fabian Zeiringer sammelte er auf Landesebene umfangreiche Erfahrung im Nachwuchsbereich.
Der C-Kader ist für die Skitalente nach dem Aufstieg aus dem Landeskader die erste österreichweite Trainingsgruppe. Jugendliche ab 17 Jahren werden dabei bereits gezielt in Speed-, Technik- und Allrounder-Gruppen auf eine internationale Karriere vorbereitet .Mit Tim Ranner betreut Eichberger auch einen Steirer.
Nach den ersten Konditions- und Schneetrainings ist Eichberger mit seinem Team zufrieden. „Die Jungs sind engagiert und motiviert und im athletischen Bereich sehr stark.“ Nun gelte es noch an einigen Schrauben zu drehen. Das Ziel ist klar: „Unsere Burschen sollen sich im Europacup etablieren, performen und punkten.“
Auch der Steirische Skiverband profitiert vom Know-how des neuen ÖSV-Trainers. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Stützpunkten, Fortbildungen und den Austausch bleibt Eichberger mit seinem bisherigen Verband verbunden.
