Mann nach Messerangriff auf Partnerin in NÖ von Polizei erschossen
27-Jährige wurde in Bad Vöslau von ihrem Partner (39) attackiert und schwer verletzt. Polizist erschoss den Angreifer in der Wohnung.

Nachdem ein Mann in einer Wohnung in Bad Vöslau (Bezirk Baden) seine Partnerin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hatte, machten Polizisten am Mittwochnachmittag von der Schusswaffe Gebrauch. Dabei wurde der Angreifer tödlich getroffen.
Laut ersten Informationen war es gegen 13 Uhr in einer Wohnanlage zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem 39-jährigen Mann und der 27-jährigen Frau gekommen. Im Zuge des Streits soll der Mann mehrmals auf seine Partnerin eingestochen haben, sie erlitt dabei offenbar schwerste Verletzungen.
Hilfe für Frauen
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter 0800-222-555, beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) 0800-222 555, Gewaltschutzzentrum Wien und beim 24-Stunden Frauennotruf der Stadt Wien 01-71719 sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren 0800/700-217, Polizei-Notruf 133
Die Exekutive war zunächst wegen einer gefährlichen Drohung zu der Adresse in der Nähe der Südautobahn gerufen worden. Da sich die Auseinandersetzung teilweise auch auf dem Balkon zugetragen haben soll, wurden Anrainer darauf aufmerksam und alarmierten die Polizei. Wenig später war ein Großaufgebot an Einsatzkräften am Ort des Geschehens. Beamte verschafften sich Zutritt zur Wohnung, in weiterer Folge fielen mehrere Schüsse. „Es kam zu einem Schusswaffengebrauch seitens der Polizei. Der Beschuldigte wurde getötet“, bestätigte Sprecher Johann Baumschlager auf Anfrage.
Frau wurde von Einsatzkräften wiederbelebt
Laut einem Online-Bericht des „Kurier“ zeigte das Opfer zwischendurch keine Vitalfunktionen mehr. Die 27-Jährige konnte aber von den Einsatzkräften erfolgreich reanimiert werden. Sie wurde in eine Klinik eingeliefert.
Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen. Der Bereich um den Tatort ist weitläufig abgesperrt. Weitere Hintergründe waren vorerst nicht bekannt.