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Finanzielle Sicherheit neu denken

Wer finanziell vorsorgt, schafft sich seine eigene Sicherheit und bleibt auch in unsicheren Zeiten weiterhin handlungsfähig.

­Finanzielle Sicherheit braucht die richtigen Entscheidungen | ­Finanzielle Sicherheit braucht die richtigen Entscheidungen
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­Finanzielle Sicherheit braucht die richtigen Entscheidungen|­Finanzielle Sicherheit braucht die richtigen Entscheidungen

Die Welt ist weniger planbar geworden. Inflation, geopolitische Unsicherheiten, neue Technologien und veränderte Arbeits- und Lebensmodelle machen deutlich: Finanzielle Sicherheit entsteht heute nicht mehr durch eine einzige Lösung. Entscheidend ist eine breite Absicherung, die dann im Notfall einspringen kann.

Drei wichtige Bausteine

Eine robuste finanzielle Basis basiert auf drei Bausteinen: Reserven, Absicherung und Vorsorge. Reserven schaffen kurzfristigen Handlungsspielraum. Sie helfen bei unerwarteten Ausgaben ebenso wie bei einem Jobwechsel oder Einkommensrückgang. Der zweite Baustein ist die Absicherung. Dabei geht es nicht darum, jedes denkbare Risiko zu versichern. Die entscheidende Frage, die sich jeder stellen sollte, lautet: Welche finanziellen Folgen kann ich selbst tragen und welche könnten meine oder die finanzielle Existenz meiner Familie gefährden? Gerade Gesundheit, Arbeitskraft, Wohnen oder Haftungsrisiken können die eigenen finanziellen Reserven deutlich übersteigen. Daher ist eine Unfallversicherung, eine Eigenheim- und Haushaltsversicherung mit einer ausreichenden Haftpflichtsumme zwingend notwendig. Ergänzend sind eine private Gesundheits- und Altersvorsorge sinnvoll.
Der dritte Baustein richtet den Blick in die Zukunft. Das staatliche Pensionssystem wird auch künftig die finanzielle Basis fürs Alter bleiben, doch der demografische Wandel macht es notwendig, zusätzlich privat vorzusorgen, um den Lebensstandard halten zu können. Und dabei gilt, wer früh damit beginnt, hat später mehr finanzielle Mittel zur Verfügung. Finanzielle Vorsorge sollte dabei nicht als einmalige Entscheidung verstanden werden. Mit einem neuen Job, der Gründung einer Familie oder dem Kauf einer Immobilie verändern sich auch Risiken und finanzielle Möglichkeiten. Es ist sinnvoll, die eigene Absicherung regelmäßig zu überprüfen. „Wir als Wiener Städtische verstehen uns dabei als Sicherheits-Partnerin: Wir unterstützen Menschen dabei, finanzielle Risiken zu verstehen, existenzielle Risiken sinnvoll abzusichern und langfristig vorzusorgen. Denn die Zukunft lässt sich nun mal nicht planen. Aber man kann sich auf sie vorbereiten“, sagt Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol.

Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol | Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol
© Gernot Gleiss
Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol|Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol

Finanzielle Sicherheit ­bedeutet vor allem, auch bei ­Veränderungen handlungsfähig zu bleiben. Dafür braucht es ein gutes Zusammenspiel aus ausreichenden Reserven, der ­Absicherung existenzieller Risiken und langfristiger Vorsorge. Wer diese drei Bereiche im Blick behält und regelmäßig an die eigene Lebenssituation anpasst, schafft sich eine solide Basis für mehr finanzielle Selbstbestimmung.“

— Ferdinand Bucher, Landesdirektor der Wiener Städtischen in Kärnten/Osttirol

Der 3-Fragen-Check für Ihre Finanzen

Finanzielle Sicherheit beginnt mit einem ehrlichen Blick auf die eigene Situation. Drei Fragen helfen dabei: Erstens: Habe ich genügend kurzfristig verfügbares Geld, um unerwartete Veränderungen eine gewisse Zeit lang bewältigen zu können? Zweitens: Sind jene Risiken abgesichert, deren finanzielle Folgen ich selbst nicht tragen könnte? Und drittens: Baue ich regelmäßig und langfristig zusätzliche finanzielle Mittel für meine persönlichen Ziele und mein späteres Leben auf? Wer alle drei Fragen mit Ja beantworten kann, hat eine gute Basis. Gibt es bei einem Punkt ein Nein oder Unsicherheit, lohnt es sich, genauer hinzusehen und mit einem Berater die Ausgangslage zu analysieren und dann Lösungen umzusetzen. Wichtig ist dabei: Es gibt keine Lösung, die für alle passt. Reserve, Absicherung und Vorsorge sollten zur jeweiligen Lebenssituation, zum Einkommen, zu den Verpflichtungen und den persönlichen Zielen passen – und regelmäßig überprüft werden. Denn schon kleine, konsequente Schritte können langfristig einen großen Unterschied machen.