Deutscher Verteidigungsminister trifft Hegseth im Pentagon
Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zum Auftakt einer dreitägigen US-Reise mit Pentagonchef Pete Hegseth getroffen. Die beiden Politiker kamen am Dienstag im Verteidigungsministerium bei Washington zusammen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Reise findet vor dem Hintergrund der Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa statt. In diesem Rahmen könnten 5.000 US-Soldatinnen und -Soldaten aus Deutschland abgezogen werden.

Außerdem dürfte es um Waffenlieferungen der USA an die europäischen Verbündeten und die Ukraine gehen. Die US-Regierung hat Deutschland den Verkauf von Tomahawk-Marschflugkörpern zugesagt. Gleichzeitig bereiten Berichte über Knappheit bei Abfangraketen von US-Luftabwehrsystemen im Iran-Krieg Sorgen.
Am Donnerstag wird Pistorius den ersten von insgesamt 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 für die deutsche Bundeswehr in Empfang nehmen. Dafür wird der deutsche Verteidigungsminister beim Rüstungsunternehmen Lockheed Martin in Fort Worth im US-Staat Texas erwartet.
Wie unterdessen bekannt wurde, hat das US-Militär vergangene Woche hochrangige Militärvertreter von acht Nationen zu einer Konferenz in Deutschland empfangen. "Die Teilnehmer sprachen über Möglichkeiten zur Stärkung der Sicherheitskooperation im Nahen Osten", teilte ein US-Regierungsbeamter auf Anfrage mit. Weitere Details etwa über den Umfang und den Ort des Treffens waren zunächst unklar.
Zuvor hatte das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf israelische Quellen berichtet, dass sich hochrangige Militärkommandeure der USA, Israels und mehrerer arabischer Länder in Deutschland getroffen hätten, um über den Iran-Krieg und die anhaltenden Spannungen in der Region zu sprechen.
Der Kommandant des zuständigen US-Regionalkommandos CENTCOM, Brad Cooper, habe dabei beteuert, dass das US-Militär seine Truppen trotz der iranischen Angriffe auf US-Stützpunkte nicht aus dem Nahen Osten abziehen werde. Cooper habe demnach zu dem privaten Treffen eingeladen. Neben ihm hätten die Generalstabschefs Israels, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Kuwaits, Katars, Jordaniens und Ägyptens teilgenommen.