SPÖ: Die Geschichte eines Sturms im Wasserglas
Am Dienstagnachmittag kam plötzlich die Nachricht einer SPÖ-Krisensitzung am Mittwoch. Medien witterten bereits die Ablöse von Parteichef Babler.
„Knalleffekt bei der krisengebeutelten SPÖ“ hieß es bei der Wiener Boulevardzeitung „Heute“, die „Krone“ spekulierte über einen „letzten Rettungsversuch“ für Vizekanzler Andreas Babler. Der Grund: Für Mittwochnachmittag wurde das gesamte SPÖ-Regierungsteam zu einem Treffen mit dem Parteichef in die Parteizentrale in der Löwelstraße eingeladen, allerdings keine Kabinettschefs und Referenten. Das genügte, um eine Kette an Spekulationen und Vermutungen loszutreten, denn die Nachricht über das Treffen wurde an einen größeren Verteilerkreis ausgeschickt. Und es fehlte jeder Hinweis auf die Themen des Treffens.
Tatsächlich jedoch ist es durchaus üblich, dass sich die rote Regierungsmannschaft intern zusammensetzt, in der Regel am Mittwoch rund um die wöchentliche Regierungssitzung. Und dies mit und ohne Mitarbeiter.
Mit Blick auf das Treffen am Mittwoch gebe es keinen Grund für Aufregung, alles Routine, wurde der „Kleinen Zeitung“ von mehreren Quellen aus der SPÖ versichert. Alles nur ein Sturm im Wasserglas, ausgelöst durch eine missglückte Nachricht an einen zu großen Verteilerkreis. An den Reaktionen lässt sich jedoch ablesen, wie hoch die Nervosität ist – in und außerhalb der SPÖ.