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Feldkirchner Betrieb ist seit über 70 Jahren in Familienhand

Die Tischlerei Konec erhielt im September eine Ehrung der Wirtschaftskammer. In dritter Generation wird der Familienbetrieb von drei Geschwistern geführt.

Zwei Männer und eine Frau posieren für ein Foto und lächeln in die Kamera.
© www.christianbrandstaetter.com
Die Geschäftsführer Tobias Konec, Olivia Konec-Ronacher und Konstantin Konec (von links)
Simone Jäger
Redakteurin Regionalredaktion St. Veit und Feldkirchen

„Man muss sich immer weiterentwickeln“, sagt Geschäftsführerin Olivia Konec-Ronacher von der Tischlerei Konec GmbH in Feldkirchen. Ein Satz, den sich schon die Generationen vor ihr zu Herzen genommen haben, denn ansonsten könnte der Familienbetrieb wohl nicht auf eine mittlerweile über 70 Jahre andauernde Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Gegründet im Jahr 1953 von Tischlermeister Stanislav Konec, war die Bau- und Möbeltischlerei anfangs in der Grenzgasse 5 angesiedelt. 1958 erfolgte der Umzug an den neu gebauten Standort in der St. Veiter Straße 5, wo der Familienbetrieb noch heute seinen Sitz hat. 1986 übernahm Sohn Rudolf Konec (68) den Betrieb und führte ihn mit seiner Frau Ute (69) bis zur Pensionierung 2021.

1957 wurde mit dem Bau des Firmenstandorts in der St. Veiter Straße 5 in Feldkirchen begonnen
© Konec GmbH
1957 wurde mit dem Bau des Firmenstandorts in der St. Veiter Straße 5 in Feldkirchen begonnen

Seitdem sind die Geschwister Olivia Konec-Ronacher (44), Tobias (37) und Konstantin Konec (32) zu gleichen Teilen Gesellschafter und in der Geschäftsführung tätig, wobei jeder seinen Aufgabenbereich hat. „Konstantin ist der Tischlermeister. Er kümmert sich um den Möbelbau und die Kundenbetreuung. Tobias ist für die Bautischlerarbeiten zuständig, darunter fallen zum Beispiel Spezialtüren“, erklärt Konec-Ronacher. Sie selbst hat die Buchhaltung und die Führung der 15 bis 20 Mitarbeitenden über. Das vierte Geschwisterteil, Vanessa, ist zwar nicht direkt im Familienbetrieb tätig, aber als Architektin ebenfalls der Branche treu geblieben.

Fachkräfte aus dem eigenen Betrieb

Im Betrieb wurden stets viele Lehrlinge ausgebildet, gerade erst haben wieder zwei ihre Ausbildung gestartet. „Fertig ausgebildete Fachkräfte sind schwer zu bekommen, deshalb bilden wir selbst aus. Die meisten bleiben auch bei uns“, sagt Konec-Ronacher, die auch erwähnt, dass ihr Vater als Lehrlingswart bei der Landesinnung tätig war.

Das Unternehmen heute
© Konec GmbH
Das Unternehmen heute

Die Tischlerei Konec bietet die komplette Möbelausstattung von Innenräumen an, ist aber auch im Objektbereich tätig. „Wir erneuern zum Beispiel gerade die Toilettenanlagen im Atrio in Villach“, nennt die Geschäftsführerin ein Beispiel. Der dritte Bereich besteht aus Bautischlerarbeiten, zu denen etwa Türen, Fenster oder Terrassen zählen: „Wenn man nur eine Spezialisierung hätte, wäre es schwer, genügend Aufträge zu bekommen. So sind wir breit aufgestellt.“ Die Kunden der Konec GmbH befinden sich großteils in Kärnten: „Gerade im privaten Bereich haben wir viele Stammkunden und Architekten, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten.“

Obfrau Eva Hoffmann von der WK-Bezirksstelle Feldkirchen, Konstantin, Rudolf, Ute und Tobias Konec mit WK-Präsident Jürgen Mandl (von links)
© Daniela Ebner
Obfrau Eva Hoffmann von der WK-Bezirksstelle Feldkirchen, Konstantin, Rudolf, Ute und Tobias Konec mit WK-Präsident Jürgen Mandl (von links)

Größere Büros in Arbeit

Da die Maschinen immer größer werden, braucht auch der Betrieb immer mehr Platz. Vor zwei Jahren wurde die benachbarte Firma Holzmeister übernommen und ein Teil der Produktion dorthin verlagert. Aktuell werden am Firmensitz selbst die Büros vergrößert. Die Arbeiten sollen noch in diesem Herbst fertiggestellt werden. Für 70 Jahre erfolgreiche Unternehmensführung wurde Familie Konec übrigens im September von der Wirtschaftskammer Kärnten geehrt.