„Die Stadt anders erleben“: Premiere für Graz Greeters
Erstmals werden auch in Graz kostenlose und „ganz persönliche“ Rundgänge für Touristen angeboten – von ehrenamtlichen Graz-Liebhabern, die sich nicht als Konkurrenz zu klassischen Fremdenführern sehen.

Sie habe früher selbst als Kundin und Touristin derartige Angebote angenommen. In Tel Aviv etwa oder in New York. „Und es war jedes Mal spannend, weil ich das Gefühl hatte, ganz persönliche Einblicke in eine Stadt zu erhalten“, erinnert sich Ines Volpert. Heute will sie diese Einblicke auch Besucherinnen und Besuchern in Graz ermöglichen – dort, wo Volpert die Gründung der „Graz Greeters“ initiiert hat.
Die „International Greeters Association“ ist eine gemeinnützige Organisation, die weltweit Stadtrundgänge anbietet. Gratis, aber nicht umsonst: Vielmehr sollen Kunden mithilfe von Einheimischen eine Stadt „anders als üblich“ kennenlernen, „abseits ausgetretener Pfade“. So, als wäre man „mit einem Freund oder einer Freundin unterwegs“, betont auch Volpert, die seit Kurzem gemeinsam mit vier weiteren Personen die „Graz Greeters“ zum Laufen brachte.
Es kann schon passieren, dass wir sagen: Wir kochen gerade, kommt einfach bei uns vorbei.
— Ines Volpert
„Keine Konkurrenz zu Fremdenführern“
„Wir zeigen Lieblingsplätze, erzählen, wie es sich anfühlt, in unserer Stadt zu leben, und ergänzen damit das bestehende sehr gute Angebot um einen weiteren Aspekt.“ Denn zumindest aus ihrer Sicht sei man keine Konkurrenz zu klassischen – und zu bezahlenden – Fremdenführern: Man biete keine umfassenden Führungen zu einem bestimmten Thema an und eher persönliche Geschichten „als historische Daten und Fakten“.
Außerdem zeige man höchstens sechs Personen pro Gruppe die Stadt – dafür aber eben von der persönlichsten Seite: „Es kann schon passieren, dass wir sagen: Wir kochen gerade gemeinsam etwas, kommt einfach bei uns vorbei“, so Volpert.
Der Lieblingsplatz
Und wenn es nicht in private Wohnzimmer und Küchen geht – was ist ihr Lieblingsplatz in Graz? „Müsste ich mich für einen entscheiden, dann würde ich meine Gäste rauf zum Café beim Kastner&Öhler bringen. Um von dort den Ausblick auf den Uhrturm sowie aufs Rathaus zu genießen.“
