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Vater und Sohn aus Fürnitz holen sich gemeinsam den Meistertitel

Franz und Manuel Schumach aus Fürnitz stellten sich gemeinsam der Meisterprüfung. Kürzlich erhielten Vater und Sohn am selben Tag ihre Dekrete. Gearbeitet wird gemeinsam im eigenen Bauunternehmen.

Zwei Männer stehen neben einer Backsteinwand und lächeln für die Kamera
© KK/WW Marygood
Manuel Schumach zählt mit 22 Jahren zu den jüngsten Baumeistern Österreichs, sein Vater Franz nahm das Dekret gleichzeitig entgegen

Dass Vater und Sohn denselben Beruf ausüben, ist in Familienbetrieben nicht ungewöhnlich. Dass beide aber zur selben Zeit für dieselbe Meisterprüfung lernen und am selben Tag ihr Dekret erhalten, schon eher. Genau das haben Franz und Manuel Schumach aus Fürnitz geschafft.

Für Franz Schumach ist der Meistertitel eine weitere Qualifikation in einem Berufsleben, das längst vom Handwerk geprägt ist. Er führt einen Baumeisterbetrieb mit rund 15 Mitarbeitern und ist auch Tischlermeister. Vom Bau und der Sanierung bis zur maßgefertigten Einrichtung deckt sein Unternehmen mehrere Bereiche ab. Aufträge führen Schumach inzwischen auch über Kärnten hinaus, unter anderem nach Paris, München und Wien.

Ganz am Anfang seiner Laufbahn steht dagegen Sohn Manuel. Mit 22 Jahren zählt er zu den jüngsten Baumeistern Österreichs. Nach der HTL-Matura schloss er direkt die Baumeisterausbildung an. Die Begeisterung für Baustellen begann allerdings viel früher. Schon als Sechsjähriger saß er am liebsten auf dem Bagger. Wenn Manuel heute den Kopf freibekommen will, steigt er in den Lkw, den er sein „Therapiefahrzeug“ nennt.

Sie tranken beide traditionell aus der Zunftkanne

Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung lief bei beiden parallel zum Berufsalltag. Dass Vater und Sohn gleichzeitig vor derselben Aufgabe standen, half. Sie stimmten Lernzeiten und Arbeit aufeinander ab und motivierten sich gegenseitig. „Einteilung ist das halbe Leben“, lautet ihr gemeinsames Fazit.

Bei der Übergabe der Meisterdekrete folgte ein alter Brauch der Kärntner Bauhütte. Aus der Zunftkanne tranken diesmal zwei Generationen derselben Familie. Manuel Schumach: „Der Schluck aus der Zunftkanne gehört einfach dazu. Dass mein Vater und ich ihn am selben Tag nehmen konnten, macht die Meisterprüfung für uns noch einmal besonders.“