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Rein weibliche Delegation aus Graz bei Jugend-Sportakrobatik-WM

Drei Nachwuchs-Athletinnen vertreten Österreich bei der Jugend-Sportakrobatik-WM in Italien. Die Hoffnung auf eine gute Platzierung ist groß. Dem Sport fehlen die Männer.

Drei Turnerinnen führen gemeinsam eine Figur in einem Wettbewerb aus.
© HLACHINGER
Die Teilnehmerinnen treten in Duos oder Trios gegeneinander an
Michael Suntinger
Bundesland Steiermark | Graz

„Die Burschen gehen alle Fußball spielen“, kommentiert ATG-Cheftrainerin Elisabeth Schweighofer. Das sei nur in Österreich so extrem, meint sie. Dennoch: Sportakrobatik ist im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten weiblich besetzt. Spätestens im Schulalter steigen die Buben aus, meint sie.

Sportakrobatik kombiniert Bodenturnen und Akrobatik mit Tanz und Choreografie: Diese Woche finden die Weltmeisterschaften im italienischen Pesaro statt. In Duos oder Trios treten junge Turnerinnen und Turner aus der ganzen Welt gegeneinander an. Mit dabei: drei Jugendliche vom Grazer Turnverein ATG.

Drei Turnerinnen führen gemeinsam eine Figur aus, bei der sie sich aufeinander stützen
© HLACHINGER
Sportakrobatik kombiniert Bodenturnen und Akrobatik mit Tanz und Choreografie

„Manche haben 60-Stunden-Wochen“

Die Vorbereitungen laufen schon seit Monaten. Turnerinnen sind Perfektionistinnen, meint Schweighofer. „Das Training verlangt den Mädels einiges ab“, erzählt sie. Durch das ständige Wiederholen eines Ablaufs bis zur Perfektion würden die Athletinnen einen hohen Anspruch an sich selbst entwickeln. Das spiegele sich auch in der schulischen Leistung wider, obwohl das Trainingsvolumen eine Doppelbelastung bedeutet. „Manche von ihnen haben 60-Stunden-Wochen“, sagt Schweighofer.

Warum also bleiben dennoch so viele Mädchen und junge Frauen im Sport? Für Schweighofer ist es der Zusammenhalt. Im Gegensatz zum klassischen Turnen ist Sportakrobatik ein Partnersport. Die Turnerinnen müssen sich aufeinander verlassen. Dabei entstehen starke Verbindungen, wie Schweighofer meint. „Bei uns im Verein geht es fast familiär zu“, sagt sie.

Finale im Fokus

Die Hoffnungen für die WM in Italien am Wochenende sind groß. „Auf jeden Fall wollen wir ins Finale“, meint Trainerin Schweighofer. Auch an die Chance auf Medaillen glaubt die Grazerin. Von 17. bis 20. September sind die Jungen dran, im Anschluss findet die WM der Erwachsenen von 24. bis 27. September statt.