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Britische Landesteile fordern Selbstbestimmungsrecht

Die Regierungschefs der kleineren britischen Landesteile fordern mehr Selbstbestimmungsrecht von der Regierung in London. Das brachten die First-Minister von Schottland, Wales und Nordirland mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zum Ausdruck. Sie erhöhen damit den Druck, Forderungen - insbesondere aus Schottland und NordirJohn Swinneyland - nach Volksabstimmungen über die Abspaltung der Landesteile nachzugeben.

Scottish Nationalist Party (SNP) leader John Swinney (behind R) walks with Rhun ap Iorwerth (2nd R) of Plaid Cymru in Wales to the parliament building after attending a meeting with the leaders of the main Scottish, Northern Irish and Welsh parties in Cardiff, Wales on September 14, 2026, to press for self-determination votes in their territories. The leaders of the main Scottish, Northern Irish and Welsh parties on September 14 declared their right to "self determination" in a joint agreement signed at a rare meeting in the Welsh capital Cardiff. (Photo by Adrian DENNIS / AFP)
© APA/AFP/Adrian DENNIS
Scottish Nationalist Party (SNP) leader John Swinney (behind R) walks with Rhun ap Iorwerth (2nd R) of Plaid Cymru in Wales to the parliament building after attending a meeting with the leaders of the main Scottish, Northern Irish and Welsh parties in Cardiff, Wales on September 14, 2026, to press for self-determination votes in their territories. The leaders of the main Scottish, Northern Irish and Welsh parties on September 14 declared their right to "self determination" in a joint agreement signed at a rare meeting in the Welsh capital Cardiff. (Photo by Adrian DENNIS / AFP)

Schottlands Regierungschef John Swinney forderte ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum für seinen Landesteil innerhalb von fünf Jahren. Dem britischen Regierungschef Andy Burnham prophezeite er, er werde "der letzte Premier des Vereinigten Königreichs" sein, so Swinney bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Cardiff.

Die kleineren Landesteile des Vereinigten Königreichs haben anders als England jeweils ihr eigenes Parlament und eine Regionalregierung. Die Posten der Regierungschefin oder des Regierungschefs sind dort inzwischen überall mit Mitgliedern der jeweiligen Unabhängigkeitspartei besetzt.

Dem Thema einer möglichen Abspaltung Nordirlands vom Vereinigten Königreich und einer Vereinigung mit der Republik Irland hatte US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen zu Aufmerksamkeit verholfen. "Ich würde es sehr gerne vereint sehen", hatte Trump am Samstag während eines Irland-Besuchs in Dublin gesagt.

Nordirlands First Minister Michelle O'Neill zufolge belegen die Trump-Äußerungen, dass die Debatte über ein geeintes Irland "sehr lebendig" sei. O'Neill vertritt allerdings nur einen Teil der nordirischen Einheitsregierung, der auch Befürworter der Union mit Großbritannien angehören.