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Kallas: Moskaus Angriffe auf Bahn sollen uns "Angst machen"

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf Bahnstrecken in der Ukraine handelt es sich nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas um eine Abschreckungstaktik Moskaus. "Ich denke, es soll ganz offensichtlich westlichen Ländern Angst davor machen, die Ukraine zu unterstützen", sagte Kallas vor einem Treffen zur Sicherheit in der Arktis im finnischen Rovaniemi am Montag. Für NATO-Generalsekretär Mark Rutte zeigen die Attacken die "Verzweiflung" des Kremls.

EU foreign policy chief Kaja Kallas (C) and Finnish Prime Minister Petteri Orpo (R) chat as they arrive with other European leaders for the first working session of the European Arctic Summit at the Arktikum science centre in Rovaniemi, Finland, on September 14, 2026. EU leaders meet in Finland's northern city of Rovaniemi to discuss how to strengthen the bloc's presence in the Arctic amid an international showdown over the strategic region. US President Donald Trump's repeated threats to bring Greenland -- an autonomous Danish territory -- under US control, has triggered a diplomatic crisis among allies. (Photo by Jouni Porsanger / Lehtikuva / AFP) / Finland OUT
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EU foreign policy chief Kaja Kallas (C) and Finnish Prime Minister Petteri Orpo (R) chat as they arrive with other European leaders for the first working session of the European Arctic Summit at the Arktikum science centre in Rovaniemi, Finland, on September 14, 2026. EU leaders meet in Finland's northern city of Rovaniemi to discuss how to strengthen the bloc's presence in the Arctic amid an international showdown over the strategic region. US President Donald Trump's repeated threats to bring Greenland -- an autonomous Danish territory -- under US control, has triggered a diplomatic crisis among allies. (Photo by Jouni Porsanger / Lehtikuva / AFP) / Finland OUT

Der russische Präsident Wladimir Putin gerate in der Ukraine "zunehmend in Schwierigkeiten" und schlage "mit rücksichtslosen und gefährlichen Angriffen um sich", sagte Rutte in Brüssel. Der Angriff auf einen Passagierzug in der Ukraine zeige, "wie verzweifelt Putin inzwischen ist".

Der Westen müsse als Antwort zeigen, "dass wir für die Ukraine da sind und keine Angst haben", betonte Kallas. Anderenfalls würde Russland seine Ziele erreichen, "die Unterdrückung der Ukraine".

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sagte ebenfalls in Rovaniemi, die Angriffe hätten "ein klares Ziel gehabt: die Europäer einzuschüchtern, sie zu entmutigen und vor allen Dingen, sie zu spalten". Barrot wies darauf hin, dass die Angriffe zu einem Zeitpunkt erfolgten, als die Ukraine Gastgeber gewesen sei für "ein großes Forum zur wirtschaftlichen Unterstützung, an dem eine große Zahl von Vertretern aus der Wirtschaft und der Diplomatie teilnahmen, die aus der ganzen Welt und insbesondere aus Europa gekommen waren".

Russland hatte am Sonntag Bahnstrecken in der Ukraine attackiert. Unweit der Grenze zu Polen traf eine Drohne nach ukrainischen Angaben einen Passagierzug nach Warschau. Nach Angaben der ukrainischen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja hatte kurz zuvor ein Sonderzug die Strecke passiert, in dem sich Sicherheitsberater aus mehreren EU-Staaten befanden sowie mehrere ehemalige europäische Staats- und Regierungschefs, unter ihnen der britische Ex-Premierminister Boris Johnson. Russland erklärte, die attackierten Bahnstrecken würden für Rüstungstransporte aus Europa genutzt.