Frankfurter Buchmesse startet heuer früher als sonst
Bessere Orientierung, mehr Prominenz und ein früherer Termin: Die Frankfurter Buchmesse findet heuer bereits vom 7. bis 11. Oktober statt. Die Zahl der Aussteller bewege sich aber "auf dem Niveau der Vorjahre", hieß es am Montag. Zuletzt waren 4.350 Aussteller und 238.000 Besucher nach Frankfurt gekommen. Ehrengast ist 2026 Tschechien. 75 tschechische Autorinnen und Autoren reisen dafür zur Messe nach Frankfurt. Und im Ehrengastpavillon soll KI eine große Rolle spielen.

Zu den prominentesten Gästen gehören heuer Wolf Biermann, Gisèle Pelicot und Colson Whitehead ("Underground Railroad"). Bekannte deutsche Autoren sind zum Beispiel Charlotte Link, Sebastian Fitzek oder Cornelia Funke. Auch Politiker wie Robert Habeck oder Filmemacher wie Volker Schlöndorff werden erwartet.
Das Messegelände wurde für die 78. Ausgabe neu geordnet. Das soll für mehr Übersichtlichkeit und kürzere Wege sorgen. So sind etwa alle Publikumsverlage diesmal in den Erdgeschoßebenen untergebracht. Allein aus Österreich verzeichnet die Messen-Seite heuer 74 Aussteller. Das Eventprogramm wurde erweitert. Auf zehn Bühnen sind mehr als 1.000 Sprecher zu erleben, wie die Veranstalter ankündigten. Auf dem Gelände wird es thematische "Erlebniswelten" geben, etwa für Krimi-, Podcast- oder Comicfans.
Vor Beginn der Messe wird der Deutsche Buchpreis für den besten Roman des Jahres bekanntgegeben (5. Oktober). Zum Abschluss wird der Friedenspreis des Deutschen Buchhandel verliehen (11. Oktober). Letzterer geht in diesem Jahr an den französisch-britischen Menschenrechtsanwalt Philippe Sands.