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Filmfestspiele Venedig mit Besucherrekord zu Ende gegangen

Der Direktor der Filmfestspiele von Venedig, Alberto Barbera, hat eine positive Bilanz zum am Samstag zu Ende gegangen Festival gezogen. Mit 117.656 verkauften Eintrittskarten sei ein neuer Rekord erreicht verbucht worden. Es liege eine Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2025 vor, erklärte Barbera. 2025 war bereits ein Rekordjahr.

Alberto Barbera zeigt sich über die 83. Festivalausgabe erfreut
© APA/AFP
Alberto Barbera zeigt sich über die 83. Festivalausgabe erfreut

"Die diesjährige Ausgabe des Festivals war ein großer Erfolg und wurde von Publikum und Fachleuten sehr positiv bewertet. Besonders gelobt wurde die hohe Qualität der Filme im Wettbewerb. Auch die Besucherzahlen bestätigen den Erfolg", so Barbera gegenüber der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montagsausgabe).

Besonders bemerkenswert sei, dass dieser Erfolg trotz der Abwesenheit großer Hollywood-Produktionen erreicht wurde. Es gab weniger Filme mit bekannten internationalen Stars, die normalerweise viel Aufmerksamkeit erzeugen. Trotzdem stieg das Interesse des Publikums weiter an. Laut Barbera zeigt dies, dass das Publikum zunehmend wegen der Qualität und der künstlerischen Auswahl der Filme kommt und nicht nur wegen großer Hollywood-Stars.

Auch die italienischen Filme wurden sehr gut aufgenommen. Sie konnten sich erfolgreich mit internationalen Regisseuren und Filmen auf hohem Niveau messe, betonte Barbera. Obwohl sie keine wichtigen Preise der Jury erhielten, erwartet Barbera, dass sie im Kino erfolgreich sein und auch im Ausland gezeigt werden.

Gleichzeitig sieht der Festivaldirektor eine wichtige Herausforderung für das italienische Kino. Obwohl die italienische Auswahl eine der besten der letzten Jahre gewesen sei, gebe es weiterhin einen Abstand zu den neuen internationalen Trends. Das italienische Kino müsse sich stärker erneuern und neue Themen und filmische Sprachen entwickeln. Besonders wichtig sei es, auf das jüngere Publikum einzugehen.