Immobilienfirma in Kärnten schlittert in Millionenkonkurs
Über das Vermögen der PK Immobilien Holding GmbH mit Sitz in Seeboden wurde am Montag ein Konkursverfahren eröffnet. 24 Gläubiger sind betroffen.
Am Montag wurde über das Vermögen des Unternehmens PK Immobilien Holding GmbH mit Sitz in Seeboden ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet. Das Unternehmen beschäftigt sich laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) mit der Planung, Errichtung, Veräußerung, dem Erwerb, der Vermietung, Verwaltung und dem Betrieb von Immobilien jeder Art.
Von der Insolvenz sind zwei Dienstnehmer betroffen. Insgesamt gibt es laut KSV1870 24 Gläubiger, darunter auch die Beschäftigten. Die Passiva werden derzeit mit rund 4,7 Millionen Euro beziffert. Die Höhe der Aktiva könne aktuell noch nicht exakt festgestellt werden. Als Ursachen für die Insolvenz nennt das Unternehmen laut Schuldnerangaben eine seit mehr als sechs Jahren andauernde Folge von Ausnahmesituationen. Genannt werden unter anderem Lockdowns, Behördenverzögerungen, die abrupte Zinswende, steigende Baukosten sowie ein wesentlicher Einbruch des Käufer- und Investorenmarktes. Ab 2024 sei es dadurch zu deutlichen Einbrüchen der Transaktionszahlen gekommen. Wertberichtigungen und Restrukturierungen in den Projekten seien dadurch notwendig geworden.
Insolvenzverwalter bestellt
Eine weitere Verschärfung der Marktsituation zu Beginn des Jahres 2026 habe laut Schuldnerangaben zu Wohnprojekt-Insolvenzen ab dem zweiten Quartal 2026 und damit zu weiteren Wertberichtigungen bei Projektbeteiligungen geführt. Zum Insolvenzverwalter wurde Franz Paul Oberlercher aus Spittal bestellt. Er wird prüfen, ob eine Fortführung des Unternehmens im Interesse der Gläubiger liegt. Die Anmeldefrist für Gläubiger läuft bis 2. November. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung ist für den 16. November angesetzt. Die Gesellschaft wurde am 28. Oktober 2005 errichtet.