Ferlachs Europareise geht in die zweite Runde
Die Ferlacher gewannen auch das zweite Duell gegen Kyndil Tórshavn souverän und stiegen in Europacup-Runde zwei auf.

Ein Vier-Tore-Vorsprung ist im Handball nicht wirklich ein Polster. Im Fall des SC Ferlach bewirkte der 27:23-Sieg im ersten Europacup-Duell gegen Kyndil Tórshavn (FAR) aber vor allem eines: Selbstvertrauen. Und das bekamen die Gäste in Spiel zwei von der ersten Sekunde an zu spüren. Die Heimischen spielten sich förmlich in einen Rausch, dominierten die erste Halbzeit fast schon nach Belieben und zogen prompt davon. Nach etwas mehr als zehn Spielminuten lagen die Büchsenmacher bereits mit 12:3 in Front , und der Grundstein für den sensationellen Aufstieg in die nächste Runde war gelegt. Mit einer klaren 18:11-Führung ging es letztendlich in die Pause.
Die Ferlacher Machtdemonstration bis dahin hatte vor allem zwei Väter. Zum einen brachte Torwart Arne Fuchs die Gegner mit bärenstarken Paraden immer wieder zur Weißglut, zum anderen war Spielertrainer Leban wieder einmal der Dreh- und Angelpunkt der heimischen Offensivabteilung, war bei gefühlt fast jeder Aktion maßgeblich beteiligt. „Wir haben uns sehr gut auf das Spiel des Gegners eingestellt, vor allem in unserer Deckung. Gepaart mit unserer Erfahrung haben wir auch verdient gewonnen“, resümierte Fuchs, der diesmal den Vorzug gegenüber Michal Konečný erhielt und mit der Rotation keine Probleme hat: „Wir verstehen uns blendend, Michal ist ein toller Mensch. Wer spielt entscheidet das Trainerteam und zu dem haben wir vollstes Vertrauen.“
Am Ende leuchtete ein glasklarer 29:22-Sieg von der Anzeigetafel, der wesentlich deutlicher ausfiel, als vor dem Wochenende gedacht. Ab der Mitte der zweiten Hälfte brachten die Ferlacher ob des klaren Vorsprungs fast alle Nachwuchsspieler zum Einsatz, die wichtige erste internationale Erfahrungen sammeln konnten. Die arrivierteren Spieler wurden bereits im Hinblick auf das bevorstehende HLA-Spiel am Samstag in Bregenz geschont.
Youngster Luca Ebner nach dem Spiel
Unter den begeisterten Zuschauern und Gratulanten war auch der sichtlich stolze Ferlacher Bürgermeister Christian Gamsler: „Ferlach ist der erfolgreichste Sportverein unserer Stadt , und wir können stolz sein, von diesem Team auf internationaler Bühne vertreten zu werden.“
Auch die Tatsache, dass die Mannschaft von den Färöer Inseln wider Erwarten sehr jung und unerfahren war, schmälert weder die Leistung noch die Freude über den Aufstieg in die zweite Runde. „Unsere Reise geht weiter. Ich freue mich sehr für die Spieler“, so Walter Perkounig. Am 22. September (Auslosung) werden die Ferlacher auch ihren Gegner kennen, als Spieltage sind der 12. und 19. Oktober vorgesehen. „Wenn ich mir einen Gegner aussuchen könnte, würde ich Prag wählen. Erstens war ich noch dort, und zweitens gibt es in Tschechien ein gutes Bier“, erklärt der Obmann mit einem Augenzwinkern.