Saudi-Arabien fliegt neue Angriffe auf Ziele im Jemen
Saudi-Arabien hat nach Angaben der jemenitischen Houthi-Miliz neue Angriffe auf Ziele im Jemen geflogen. Der den Houthis nahestehende Fernsehsender Almasirah berichtete, es habe am Sonntag zwei Luftangriffe sowie Artilleriebeschuss in drei Bezirken der jemenitischen Provinz Saada gegeben, die an Saudi-Arabien grenzt und eine Hochburg der pro-iranischen Miliz ist. Sonntagfrüh hatten die Houthis einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens attackiert.

Saudi-Arabien, das im Jemen die gegen die Houthis kämpfenden Regierungstruppen unterstützt, hatte zuvor vor Angriffen der Houthis in zwei südlichen Grenzregionen gewarnt, die bereits vor einigen Tagen attackiert worden waren. Der Zivilschutz hob die Warnungen, die die Stadt Abha und die nahegelegene Region Khamis Mushait betrafen, aber rasch wieder auf.
Sonntagfrüh hatte die mit dem Iran verbündete Houthi-Miliz bereits einen Angriff auf einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens bekanntgegeben. Der Drohnen- und Raketenangriff auf den saudi-arabischen Stützpunkt Sharurah habe "Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren" gegolten, erklärte ein Huthi-Sprecher.
Die Houthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen eine groß angelegte Offensive gestartet und bei Kämpfen gegen die jemenitischen Regierungstruppen die gesamte Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.
Die Houthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen.