Hartberg mit Personalproblemen ins „richtungsweisende Spiel“
Nach zuletzt drei Siegen in Folge will Hartberg den Erfolgslauf auch bei der WSG Tirol fortsetzen. Eventuell müssen die Oststeirer die Mannschaft umstellen.
Die Stimmung in Hartberg könnte kaum besser sein. Drei Pflichtspiele in Serie haben die Oststeirer gewonnen, neben dem Erfolg im Cup gegen Steyr bezwang die Elf von Markus Schopp in der Liga Altach und Ried. Am Sonntag (14.30 Uhr, Sky live) soll nun gegen die WSG Tirol der Erfolgslauf fortgesetzt werden, ein Sieg wäre ein weiterer wichtiger Schritt Richtung Top sechs. Die Oststeirer sind vor den Tirolern allerdings gewarnt, auch das Team von Philipp Semlic jubelte zuletzt über drei Siege, darunter ein 1:0 bei der Wiener Austria. „Mit der WSG wartet ein Gegner, der für den einen oder anderen nicht ganz am Radar aufscheint. Aber aufgrund des Kaders, den die Tiroler heuer haben, ist das für mich eine Mannschaft, die den Anspruch haben wird, um die Top sechs zu spielen“, sagte Schopp.
Nachdem die Hartberger in den ersten Runden noch Probleme damit hatten, Tore zu erzielen, ist der Knoten mittlerweile geplatzt. In den vergangenen drei Pflichtspielen fand der Ball neun Mal den Weg ins Netz, besonders Marco Hoffmann zeigte sich mit zuletzt drei Toren in Hochform. Und in Innsbruck könnte eine weitere Offensivhoffnung auf sich aufmerksam machen, Rapid-Leihgabe Andrija Radulovic, die im Cup noch nicht dabei war, könnte sein Debüt im blau-weißen Dress geben.
Aufzeigen konnte in den vergangenen Wochen auch Tormann Armin Pecsi, der sich immer mehr als starker Rückhalt mausert. „Es wird ein schweres Spiel gegen einen guten Gegner, aber wir sind in den letzten Wochen immer besser in Form gekommen und haben gute Resultate eingefahren. Wenn wir uns auf unser Spiel fokussieren und unser Bestes geben, dann werden wir die drei Punkte aus Tirol mitnehmen“, gab sich der Leihspieler von Liverpool optimistisch. Dennoch dürfte es in der Defensive die ein oder andere Veränderung geben. Konstantin Schopp und Rückkehrer Manuel Pfeifer, beide Säulen in der Hartberger Mannschaft, sind angeschlagen und drohen, für das Spiel auszufallen. Als Ersatz stünde etwa Lukas Spendlhofer bereit.
In den vergangenen Jahren hatte Hartberg wenig Mühe mit den Tirolern, von den vergangenen zehn Spielen verloren die Steirer nur zwei. Doch auch die WSG hat am Ende der Transferzeit den Kader noch einmal verstärkt. So unterschrieb Matthäus Taferner, an dem auch Hartberg stark interessiert war, doch noch einen neuen Vertrag. Dazu wurde Moritz Wels fix von Austria Wien verpflichtet. Trotz der Neuzugänge sieht Schopp Hartberg gerüstet: „Aber ich weiß auch, dass wir dem Gegner alles abverlangen werden, und deshalb wird das ein spannendes und richtungsweisendes Spiel.“