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Parken wird in Graz teurer: Arbö sieht „Bestrafung der Autofahrer“

Die geplante Erhöhung der Parkgebühren in Graz im Zuge eines ersten Budgetpakets ruft den Autofahrerklub Arbö mit Präsident Klaus Eichberger auf den Plan: „Abzocke“.

© Helmuth Weichselbraun
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

Es ist nur ein Punkt im ersten Maßnahmenpaket zur Budgetkonsolidierung, aber freilich jener mit der größten Breitenwirkung: Die Grazer Koalition plant nach 2017 und 2023 wieder eine Anhebung der Parkgebühren für die blaue und grüne Zone. Derzeit kostet die blaue Zone 1,30 Euro pro halber Stunde, wie hoch der neue Tarif sein wird, ist noch offen. Nur so viel: Man will sich an der Inflationsrate orientieren.

Dem Autofahrerclub Arbö schmeckt dieser Plan, der schon mit 1. Jänner 2027 in Kraft treten soll, gar nicht. Präsident Klaus Eichberger, selbst früher SPÖ-Gemeinderat in Graz, schießt scharf: „Allein die Ankündigung der geplanten Erhöhung ist eine bodenlose Frechheit und ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die jeden Tag auf ihr Auto angewiesen sind.“ Er sieht eine „Bestrafung der Menschen für das Versagen der Politik“.

Klaus Eichberger (Foto aus 2018)
© Arbö
Klaus Eichberger (Foto aus 2018)

Eichberger weist darauf hin, dass Graz schon jetzt mit Wien die teuersten Parktarife hat. Eine weitere Erhöhung sei eine Belastung für die Innenstadtwirtschaft sowie „die beste Werbung für Shoppingtempel mit kostenlosen Parkmöglichkeiten“.

Parken in der blauen Zone kostet 2,60 Euro pro Stunde, ein Öffi-Stundenticket 3,30 Euro

Eine Anhebung der Parktarife für Pkw-Plätze sorgt regelmäßig für emotionale Debatte. Die Öffi-Tickets werden im Gegensatz dazu jedes Jahr mit Juli teurer, dank eines Vertrages mit dem Verkehrsbund – und ohne politische Debatte. Zum Vergleich: Ein Stundenticket für die Öffis kostet derzeit 3,30 Euro, eine Stunde parken in der blauen Zone 2,60 Euro.

Das Maßnahmenpaket zum Budget umfasst auch Einsparungen beim Personal durch Nichtnachbesetzung offener Stellen, eine Anhebung der Kanalanschlussgebühr und Kürzungen im laufenden Budget. Sie sollen 20 Millionen Euro im ersten Jahr bringen, weitere zehn Millionen 2028.