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TV-Moderatorin in Ägypten in Drogenprozess zum Tode verurteilt

Die Angeklagte soll mit Mitangeklagten eine kriminelle Vereinigung zur Herstellung synthetischer Drogen gebildet haben.

Ein Gericht in Ägypten hat eine TV-Moderatorin wegen der Herstellung und des Verkaufs von Drogen zum Tode verurteilt. Sarah Khalifa wurde mit elf weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt, wie die staatliche Nachrichtenseite „Al-Ahram“ berichtete. Das Gericht sah als erwiesen an, dass sie eine kriminelle Vereinigung bildeten, um synthetische Drogen herzustellen und diese dann in Umlauf zu bringen. Neun weitere Angeklagte wurden zu lebenslanger Haft verurteilt.

Khalifa, die für verschiedene ägyptische Fernsehsender arbeitete, war im April vergangenen Jahres festgenommen worden. Sie wurde unter anderem bekannt mit einer Sendung zu Kriminalität. Sie gründete aber auch ein Zentrum für Schönheitschirurgie und bewarb dieses unter anderem bei ihren 2,5 Millionen Followern bei Instagram.

In dem Gerichtsprozess hatten 20 Zeugen ausgesagt, zudem wurden Nachrichten, Fotos und Videos ausgewertet. Ermittler stellten laut Staatsanwaltschaft mehr als 750 Kilogramm Drogen sicher.

Moderatorin: „Nichts davon je passiert“

Khalifa wies die Vorwürfe von sich. „Ich schwöre bei Gott, dass nichts davon je passiert ist“, sagte sie ägyptischen Medien zufolge. Sie habe „noch nie zuvor Drogen“ gesehen, bis sie bei den Ermittlungen damit fotografiert worden sei.

Zwei Angeklagte sind noch auf freiem Fuß und wurden der Staatsanwaltschaft zufolge mit Reiseverboten belegt. Khalifa und die anderen Verurteilten können das Urteil noch anfechten.

Die Gesetze zu Drogendelikten in Ägypten sind streng. Für den Schmuggel drohen lange Haftstrafen oder die Todesstrafe, die im Land durch Erhängen vollstreckt wird. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge wurden in Ägypten vergangenes Jahr 23 Todesurteile vollstreckt.