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Was Sie gegen ständig trockene Augen tun können

Brennende Augen, verschwommenes Sehen, Kontaktlinsen, die plötzlich unangenehm werden: Trockene Augen können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Warum Augentropfen allein oft nicht ausreichen und weshalb die richtige Pflege auch dann wichtig bleibt, wenn die Beschwerden bereits verschwunden sind.

Vor einer gezielten Behandlung sollte geklärt werden, woher die Beschwerden kommen
© morela
Vor einer gezielten Behandlung sollte geklärt werden, woher die Beschwerden kommen

Wenn Augentropfen nur kurzfristig helfen

Am Abend brennen die Augen, beim Lesen verschwimmt das Bild und erst nach mehrmaligem Blinzeln wird die Sicht wieder klar. Auch Kontaktlinsen, die jahrelang problemlos getragen wurden, können plötzlich schon nach wenigen Stunden unangenehm werden. Viele Betroffene greifen dann zu künstlichen Tränen. Doch manchmal hält die Erleichterung nur kurz an.

Der Grund dafür kann in den sogenannten Meibom-Drüsen liegen. Sie befinden sich an den Lidrändern und produzieren eine ölige Substanz, die einen wichtigen Bestandteil des Tränenfilms bildet. Diese Fettschicht sorgt dafür, dass sich die Tränenflüssigkeit gleichmäßig auf dem Auge verteilt und nicht zu schnell verdunstet. Sind die Drüsengänge verstopft oder entzündet, verändert sich die Zusammensetzung des Tränenfilms. Das Auge kann sich trocken anfühlen, obwohl grundsätzlich genügend Tränenflüssigkeit vorhanden ist. Künstliche Tränen befeuchten die Oberfläche dann zwar, beseitigen aber nicht die eigentliche Ursache.

Um möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen, werden unter anderem die Augenoberfläche, die Lidränder und der Tränenfilm untersucht
© morela
Um möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen, werden unter anderem die Augenoberfläche, die Lidränder und der Tränenfilm untersucht

Warum eine genaue Untersuchung wichtig ist

Trockene Augen sind nicht gleich trockene Augen. Deshalb sollte vor einer gezielten Behandlung geklärt werden, woher die Beschwerden kommen. Im Augenambulatorium Morela in Graz untersucht Augenärztin Dr. Kristina Mikek dafür unter anderem die Augenoberfläche, die Lidränder und den Tränenfilm, um möglichen Ursachen auf den Grund zu gehen.

Eine sogenannte Meibographie ermöglicht zusätzlich einen Blick auf die Meibom-Drüsen. Mithilfe von Infrarotlicht wird sichtbar, in welchem Zustand sie sich befinden. Gemeinsam mit den Beschwerden im Alltag ergibt sich daraus ein genaueres Bild und damit die Grundlage für eine individuell abgestimmte Behandlung. Je nach Ursache können unterschiedliche Maßnahmen infrage kommen. Dazu zählen eine professionelle Lidrandhygiene mit Wärme und Reinigung ebenso wie Lichtbehandlungen, die Entzündungen reduzieren beziehungsweise die Funktion des noch vorhandenen Drüsengewebes unterstützen sollen. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Befund ab.

Mithilfe von Infrarotlicht wird sichtbar, in welchem Zustand sich die Meibom-Drüsen befinden
© morela
Mithilfe von Infrarotlicht wird sichtbar, in welchem Zustand sich die Meibom-Drüsen befinden

Was Sie selbst für Ihre Augen tun können

Ein wichtiger Teil der langfristigen Behandlung findet auch zu Hause statt. Hilfreich kann es sein, die Lidpflege fest in die tägliche Routine einzubauen. Besonders im Herbst und Winter kann trockene Heizungsluft die Augen zusätzlich belasten. Wärme kann dabei helfen, eingedicktes Sekret in den Meibom-Drüsen weicher zu machen. Anschließend können eine sanfte Lidmassage und die Reinigung der Lidränder den Abfluss unterstützen. Wichtig ist, sich die richtige Anwendung zeigen zu lassen.

Auch kleine Veränderungen am Arbeitsplatz können helfen: Machen Sie bei längerer Bildschirmarbeit regelmäßig kurze Pausen, schauen Sie zwischendurch bewusst in die Ferne und schließen Sie die Augen einige Male langsam und vollständig. Denn vor dem Bildschirm blinzeln wir meist seltener und teilweise auch unvollständig. Wer häufig künstliche Tränen benötigt, sollte zudem auf Präparate ohne Konservierungsstoffe achten.

Wenn die Beschwerden immer wieder zurückkehren ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll
© morela
Wenn die Beschwerden immer wieder zurückkehren ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll

Kehren Brennen, verschwommenes Sehen oder Probleme mit Kontaktlinsen trotz konsequenter Pflege immer wieder zurück, ist eine augenärztliche Abklärung sinnvoll. Entscheidend ist nicht nur, die Beschwerden kurzfristig loszuwerden, sondern herauszufinden, warum sie immer wiederkommen.

Morela Augenambulatorium

Franckstraße 21
8010 Graz
Österreich

Telefon: 0664 8816 6944
E-Mail: office@morela.at
Web: www.morela.at

Entstanden in Kooperation mit Morela Augenambulatorium.