Größtes Pferd der Welt erhält Zahnbehandlung, Massagen, und wächst noch weiter
Das aktuell größte lebende Pferd der Welt ist der vierjährige Shire-Horse-Wallach Hugo.

Hugo ist das größte lebende Pferd der Welt – und offenbar noch lange nicht ausgewachsen. Das Shire Horse aus Towcester in der englischen Grafschaft Northamptonshire hat bereits eine außergewöhnliche Größe von 1,99 Metern erreicht. Gemessen wird dabei bis zum Widerrist, also bis zur höchsten Stelle am Übergang von Hals und Rücken. Sein Besitzer ist überzeugt: Hugo könnte noch weiter wachsen.
Der vierjährige Wallach wurde offiziell von einer Tierärztin beziehungsweise einem Tierarzt vermessen. Um das Ergebnis möglichst exakt zu bestimmen, erfolgte die Messung ohne Hufeisen. Damit ist Hugo nun offiziell als größtes lebendes Pferd der Welt anerkannt und steht im Guinness-Buch der Rekorde.
Und das Wachstum ist offenbar noch nicht abgeschlossen. Nach Einschätzung seines Besitzers könnte Hugo noch rund drei Jahre weiterwachsen. Erst mit etwa achteinhalb Jahren werde er seine endgültige Größe erreicht haben.
Ein Pferd mit Fünf-Sterne-Betreuung
Hinter Hugos beeindruckender Größe steckt allerdings auch eine besondere Verantwortung. Besitzer Brett Masters von Tove Valley Shire Horses legt großen Wert auf die Gesundheit seines außergewöhnlich großen Tieres. Hugo wird regelmäßig von einem Chiropraktiker und einem Zahnarzt betreut, bekommt Massagen und wird engmaschig tierärztlich untersucht.
Shire Horses: Die sanften Riesen
Shire Horses zählen zu den größten Pferderassen der Welt. Aufgrund ihrer enormen Körperkraft wurden sie früher vor allem als Arbeitspferde auf Bauernhöfen und für den Transport eingesetzt. Ihre kräftige Statur ermöglichte es ihnen, schwere Lasten zu ziehen.
Auch der bisher größte dokumentierte Vertreter seiner Art war ein Shire Horse: Der Wallach Sampson, der später den Namen Mammoth erhielt, wurde 1850 in Bedfordshire gezüchtet und hat eine Größe von 2,19 m erreicht.
Hugo kommt diesem historischen Rekord damit bereits erstaunlich nahe. Dass er nun selbst in den Rekordbüchern steht, kam für seinen Besitzer dennoch überraschend. Masters zufolge war Hugo in der Region bereits bekannt, bevor sich Verantwortliche von Guinness World Records bei ihm meldeten.