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Weichselbraun wünscht sich Hansi Hinterseer als Tänzer

Moderatorin Mirjam Weichselbraun (44) kommt vor der neuen „Dancing Stars“-Staffel 2027 heuer noch mit zwei Ausgaben von „Universum – Die Show“ auf den Bildschirm.

Neue Ausgaben von „Universum  – Die Show“ laufen am 26. September und im Dezember in ORF 2
© ORF/Zach-Kiesling
Neue Ausgaben von „Universum – Die Show“ laufen am 26. September und im Dezember in ORF 2
Christian Ude
Redakteur Kultur & Medien

Was hat Sie an „Universum – Die Show“ gereizt, von der Sie am 26. September in ORF 2 die dritte Ausgabe moderieren?

MIRJAM WEICHSELBRAUN: Sie bringt zwei meiner Lieblingsprogramme zusammen: Die Unterhaltungsshow und Dokumentationen. Für beides habe ich seit ich denken kann eine Leidenschaft. 

Würden Sie als Kandidatin auftrumpfen und viel erspielen? 

Ich weiß es nicht. Manchmal ist das auch Glück und im Rampenlicht Fragen zu beantworten, ist dann auch noch mal ein gutes Stück schwieriger als zu Hause. Wir hatten aber Kandidaten mit deren Wissen, was Natur und Tierreich anbelangt, ich sicher nicht mithalten könnte. Ich glaube, dass meine Stärken eher bei „Universum History“ liegen.

Angelegt ist die Show ja als Familienunterhaltung. Gibt es aber dieses Lagerfeuer vor dem Fernsehseher von zwei oder drei Generationen noch?

Ich glaube, dass wir solche Shows heute wieder mehr brauchen, als in den letzten Jahren. Wir leben in einer Zeit, in der Unterhaltung immer stärker personalisiert wird. Jeder schaut etwas anderes, jeder bekommt andere Inhalte vorgeschlagen. Eine Familienshow kann dagegen ein gemeinsamer Nenner sein: Man sitzt zusammen, rätselt, diskutiert, lacht. Für mich bedeutet Familienshow deshalb nicht, dass die Sendung möglichst harmlos sein muss. Im Gegenteil: Sie darf groß, überraschend, klug und auch anspruchsvoll sein. Wenn Unterhaltung und Wissen zusammenkommen, entsteht etwas, das verschiedene Generationen auf unterschiedliche Weise abholt. Das ist genau die Art von Fernsehen, an die ich glaube.

Sie verfolgen ja in England die Branche. Gibt es ein neues Format, das Ihnen international auffiel?

Ein Format, das mir in England sehr gut gefällt, ist Romesh Ranganathan’s „Parents’ Evening“. Ich finde es ein schönes Beispiel dafür, dass man für eine gute Unterhaltungsshow nicht unbedingt eine riesige, komplizierte Idee und eine große Bühne braucht. Die Grundidee ist sehr einfach: Eltern müssen einschätzen, wie gut ihre Kinder etwas wissen. Aber aus dieser einfachen Prämisse entstehen sehr lustige Momente weil es im Kern um eine Beziehung geht, die jeder kennt, zwischen Eltern und Kindern. Das finde ich gerade sehr spannend: Diese Art Shows bringen Menschen zusammen. Man schaut nicht nur einem Spiel zu, sondern erkennt sich selbst darin wieder. Und genau solche Formate interessieren mich momentan: Shows, die eine klare, einfache Idee haben, aber durch die Menschen und ihre Beziehungen viel grösser werden.

Wo und wie haben Sie den ESC heuer verfolgt? Mit nostalgischen Gefühlen? 

Ich habe ihn zu Hause in London geschaut. Natürlich schaut man vielleicht ein bisschen anders hin, wenn man selbst einmal auf dieser Bühne gestanden ist und weiß, was hinter so einer Show alles passiert. Aber nostalgisch bin ich dabei eigentlich gar nicht. Ich schaue den ESC heute ganz entspannt als Zuschauerin und freue mich über alles, was den ESC immer schon ausgemacht hat. 

Das Quizstudio von „Universum - Die Show“
© Roman Zach-Kiesling
Das Quizstudio von „Universum - Die Show“

Könnten Sie zwei Promikandidaten für die nächste „Dancing Stars“-Staffel aussuchen bzw. bestimmen, wären das …? 

Also bei den Frauen vielleicht Aida Loos, einfach weil ich sie super finde und gerne kennenlernen will (lacht). Bei den Männern: Wie wäre es mit Hansi Hinterseer? Ich mag Kontrast. 

Welche Serie haben Sie zuletzt gestreamt?

„Hacks“. Meiner Meinung nach eine der besten Shows, die ich je gesehen habe. Wie gesagt: Ich mag Kontraste und davon lebt sie. Sie ist wahnsinnig lustig, aber nie nur. Es geht um Generationen, Ehrgeiz, Älterwerden, Freundschaft und darum, sich immer wieder neu zu erfinden und Jean Smart ist zum Verlieben. 

Haben Ihre Töchter Interesse an der Show- und Entertainment-Branche? 

Meine größere Tochter interessiert sich für Musik und Schauspiel, die kleinere noch nicht wirklich. Da ändern sich die Interessen recht schnell. 

Könnten Sie bei einer „Universum“-Doku Regie führen, wo auf diesem Planeten fänden die Dreharbeiten statt? 

In Spitzbergen. Seit meiner Expedition rund um Finse bin ich von diesen extremen Landschaften fasziniert.

Wo sehen Sie sich denn in zehn Jahren? 

Jedes Jahr ein bisschen mehr wie Deborah Vance in „Hacks“ vielleicht, nur mit etwas weniger Drama (lacht). Aber ich mag die Idee, sich weiterzuentwickeln, dazulernen, nicht stehen zu bleiben und sich immer ein wenig herauszufordern. Ansonsten habe ich tatsächlich keinen Zehn-Jahres-Plan. Die interessantesten Dinge in meinem Leben sind bisher auf keinem gefolgt. 

„Tirol ist meine Heimat und es zieht mich immer wieder zurück“, sagt Mirjam Weichselbraun
© Roman Zach-Kiesling
„Tirol ist meine Heimat und es zieht mich immer wieder zurück“, sagt Mirjam Weichselbraun

Zur Person

Mirjam Weichselbraun wurde am 27. September 1981 in Innsbruck geboren. Sie ist Moderatorin, Schauspielerin und Synchronsprecherin. Karriere: Antenne Tirol (ab 1998), Viva (2002), MTV (2002 bis 2007), 2004 ORF-Debüt bei „Expedition Österreich“. Seit 2005 moderiert sie im ORF, darunter Opernball und „Dancing Stars“.
Privat: Sie lebt mit Musikmanager Ben Mawson und den zwei Töchtern in London

Mit Andi Knoll moderiert sie auch 2027 „Dancing Stars“ im ORF
© ORF/Ramstorfer
Mit Andi Knoll moderiert sie auch 2027 „Dancing Stars“ im ORF